Letzter Corsa hat Opel-Werk Eisenach verlassen

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

In Eisenach ist eine Ära zu Ende gegangen. Mehr als 25 Jahre nach dem Produktionsbeginn des Corsa-Modells ist Schluss mit Kleinwagen aus der Ostproduktion. Künftig soll dort das SUV Crossland entstehen.

Umbau in Eisenach: Aus dem ostdeutschen Opel-Werk sollen künftig Grandland-Modelle herausfahren.
Umbau in Eisenach: Aus dem ostdeutschen Opel-Werk sollen künftig Grandland-Modelle herausfahren.
(Bild: Opel)

Nach gut einem Vierteljahrhundert endet die Produktion des Kleinwagens Corsa im Opel-Werk in Eisenach. Wie aus Unternehmenskreisen bestätigt wurde, rollten am Freitag die letzten Autos dieses Modells vom Montageband des Thüringer Autowerks. Zuvor hatte Antenne Thüringen darüber berichtet. Das bisherige Kleinwagenwerk in Eisenach, wo auch die Produktion des Modells Adam auslaufen soll, wird neu ausgerichtet. Künftig soll dort nach Unternehmensangaben der Geländewagen Grandland gebaut werden.

Dem Grandland-Produktionsstart, der für den Spätsommer erwartet wird, gehe eine mehrwöchige Umbauphase im Werk voraus, teilte ein Opel-Sprecher auf Anfrage in Rüsselsheim mit. „Wir arbeiten mit Hochdruck an den Vorbereitungen.“ Von 2020 an solle auch eine Hybrid-Version des Grandland aus Eisenach folgen. Diese Variante des Sportgeländeautos sei der erste Opel-Hybrid überhaupt.

Vom Kleinwagen Corsa wurden nach Unternehmensangaben seit 1993 etwa 2,9 Millionen Exemplare in Eisenach gefertigt. Der Adam, der im Januar 2013 an den Start ging, brachte es bis Ende 2018 auf rund 315.000 Stück. Der Adam wird noch bis zum Jahresende verfügbar sein, so der Sprecher. Der Corsa soll nach den Vereinbarungen von Opel mit der französischen Mutter PSA künftig nur noch aus dem spanischen Saragossa kommen. Im Zuge der Neuausrichtung fallen im Eisenach-Werk nach früheren Angaben bis zu 450 der ehemals etwa 1.800 Stellen weg.

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