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Auch im Mercedes-Benz-Autohaus Jürgens in Hagen lag der Neuwagen-Auftragseingang im ersten Quartal über dem Vergleichszeitraum. Für Franco C. Barletta hält der Trend zu hochwertigen Modellen erfreulicherweise an. „Die positive Absatzentwicklung geht einher mit einer weiteren leichten Reduzierung der Nachlässe“, sagt der Geschäftsführer. Mit dem Verlauf der ersten drei Monate im Pkw-Neuwagenverkauf ist er zufrieden. Die Lieferzeiten sind im Autohaus Jürgens derzeit kein Problem. „Die Lieferzeiten haben eher einen positiven Einfluss, indem sie uns helfen, unsere Preise durchzusetzen und wenig Nachlässe zu gewähren. Knappe und damit begehrte Produkte kann man einfach teurer verkaufen.“
Erfreulich verläuft das Geschäft auch bei den Gebrauchten. „Leider sind die Fahrzeugbestände deutlich reduziert und der Zukauf qualitativ hochwertiger Ware gestaltet sich zunehmend schwieriger,“ sagt Barletta allerdings. Weiterhin erfreulich entwickelten sich die Bruttoerträge, „weil wir unsere Preise konsequent durchsetzen und weitgehend auf Abschläge vom Auszeichnungspreis verzichten.“ Ein uneinheitliches Bild gab es zum Jahresstart im Service bei Pkw und Nutzfahrzeugen. „Während im Pkw-Bereich die Garantiearbeiten aufgrund sehr hoher Produktqualität erneut zurückgehen und sich die verlängerten Service-Intervalle bemerkbar machen, ist der Nutzfahrzeugservice gut ausgelastet.
Durch die weiter anziehende Konjunktur und deutlich gestiegene Fahrleistungen im Fernverkehr, aber auch im Werkverkehr, bewegt sich die Nachfrage nach Reparaturen und Wartungen auf einem stabilen hohen Niveau“, so Barletta. Nicht zufriedenstellend hingegen war der Auftragseingang im Nfz-Verkauf. Hohe Kaufpreisdifferenzen zwischen den Herstellern und die Nöte der Spediteure aufgrund der Kraftstoffpreise hätten dem Nfz-Geschäft im ersten Quartal einen leichten Dämpfer verpasst.
„Die Erträge sind weiterhin unter Druck und es steht zu befürchten, dass die erhoffte leichte Reduzierung der Nachlässe weiter auf sich warten lässt. Dennoch ist der Vergleich mit dem Vorjahresquartal positiv und die Ziele für das laufende Geschäftsjahr sind nicht gefährdet“, erklärt Barletta.
Erfreuliche Erträge
„So darf es weiter gehen. Von Toyota über BMW/Mini und VW/Audi sowie Skoda - überall Auftragseingänge zwischen 115 und 140 Prozent. Ich bin außerordentlich zufrieden“, bilanziert Burkhard Wellerdie ersten drei Monate des Jahres. Lieferzeiten bis vier Monate sind für den Chef der Wellergruppe noch akzeptabel. Die längeren Lieferzeiten bei den X-Modellen von BMW, VW Tiguan oder Q-Modellen von Audi erschwerten den Verkauf jedoch deutlich. Keine Engpässe gäbe es derzeit bei Toyota.
Zum Gebrauchtwagengeschäft sagt Weller: „Es läuft bei uns was Erträge und Volumen angeht sehr gut.“ Einen schwächeren Neuwagenverkauf erfuhr Carlo Jesse. „Er entsprach aber unseren Prognosen. Wir haben unser Ziele erreicht und Lieferzeiten haben bisher keinen Einfluss auf den Abverkauf“, so der Geschäftsführer des EGA-Mehrmarkenautohaus. Und auch wenn das Gebrauchtwagengeschäft im Januar schwach angelaufen ist, wurde es danach in Ibbenbüren zunehmend stärker. „Wir liegen von den verkauften Stückzahlen her im ersten Quartal 23 Prozent über dem letzten Jahr“, sagt Jesse. Sehr gut entwickelte sich auch das Servicegeschäft der freien Mehrmarkenwerkstatt. „Der Lohnumsatz liegt 21 Prozent über dem Vorjahreswert, unsere Peugeot-Vertragswerkstatt verzeichnet ein Plus von sieben Prozent.“
Zweiter Frühling
„Obwohl unser Smart Fortwo schon in die Jahre gekommen ist, erleben wir zur Zeit im Neuwagenverkauf einen zweiten Frühling. Dank hoher Kundenzufriedenheit, einer Wiederkaufrate von über 90 Prozent und einer kundennahen und effektiven Herstellerwerbung sind wir mit dem Neuwagenverkauf mehr als zufrieden“, sagt Uwe Conrad vom Smart-Center Saarbrücken. Lieferzeitprobleme kennt er nicht: „Wir verfügen immer über einen ausreichenden Bestand an Lagerfahrzeugen, aus dem unsere Kunden ihren Smart aussuchen und innerhalb von drei Tagen das Fahrzeug in Empfang nehmen können. Bestellungen von Neuwagen wickelt der Hersteller zeitnah ab.“
Entgegen den Erwartung haben sich die Gebrauchtwagenverkäufe im Smart-Center nicht weiter positiv entwickelt. „Trotz gezielter Werbung und eines professionellen Marketings fehlen uns die notwendigen Kundenkontakte, um unsere ehrgeizigen Ziele zu realisieren. Deshalb planen wir eine Veranstaltung im April mit vielen Aktivitäten und Angeboten rund um Jahres- und Gebrauchtwagen. Mal sehen, ob wir damit die fehlenden Verkäufe aus dem ersten Quartal ausgleichen können“, sagt Conrad.
Um rund zehn Prozent zurückgegangen ist im Vergleich zu den Vorjahren auch das Werkstattgeschäft. „Wir können aber trotzdem von einem erfolgreichen Jahresstart sprechen, da wir schon heute alle Serviceleistungen an dem neuen Smart Electric Drive erbringen. Es gibt nur wenige dieser zertifizierten Smart-Center in Europa. Wir profitieren von der Nähe zu Smartville. Hier werden der Fortwo und der Electric Drive gebaut. Für viele der von dort ausgelieferten Smart Electric Drive erbringen wir Serviceleistungen und führen die Ablieferungsinspektion durch“, sagt Conrad.
Gutes Gebrauchtwagengeschäft
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