Lieferzeiten erschweren Verkauf

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Im Duisburger BMW-Autohaus Overdreef ist man mit dem Neuwagenabsatz im ersten Quartal zufrieden. „Jedoch beeinflussen die langen Lieferzeiten des X3 und 5er X-Drive den Verkaufserfolg spürbar negativ“, sagt Geschäftsführer Hans-Ulrich Overdreef. Zufriedenstellend verlief für ihn das Gebrauchtwagengeschäft. Es lag leicht über dem Vorjahresniveau mit gleichbleibenden Deckungsbeiträgen. Markus Rössler vom Kitzinger Autohaus Sessner freut sich über eine positive Neuwagenverkaufsentwicklung bei den Privatkunden. „Hier liegen wir voll im Plan.“

Jedoch verhinderten die viel zu langen Lieferzeiten auch in Kitzingen viele Fahrzeugverkäufe. Zufrieden ist man dort mit dem Gebrauchtwagengeschäft, sehr erfreulich entwickle sich auch der Service. Letzteres gelte sowohl für die Pkw- als auch für die Nutzfahrzeugwerkstatt. Keine Probleme mit Lieferzeiten hat Jürgen Poser: Der Neuwagenabsatz verläuft in seinem Autohaus planmäßig. Nicht zufrieden ist der Geschäftsführer allerdings mit dem Gebrauchtwagenabsatz in Gera. Die Erträge sind nur durchschnittlich. Und auch das Servicegeschäft hat schleppend begonnen, jedoch seien die Erträge in der Ford/Mazda/VW/Audi-Werkstatt zufriedenstellend.

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Problem Firmenkunden

Sehr zufrieden mit dem Neuwagenabsatz ist auch Sabine Fremery von Auto-Müller in Hüttenberg. Die Lieferzeiten seien für 97 Prozent der Privatkunden kein Grund, nicht zu kaufen. „Bei Firmenkunden sieht das jedoch ganz anders aus“, so die Geschäftsführerin. Als sehr gut bezeichnet die »kfz-betrieb«-Womens-Award-Gewinnerin 2010 den Start in die Gebrauchtwagensaison. „Niedrige Standzeiten, hoher Umschlag, vernünftige Renditen“, bringt sie den Erfolg auf den Punkt. Größtes Problem hier sei, dass Volkswagen nicht liefere. Es gäbe zu wenige Dienstwagen und somit würde der Hersteller die abgeschlossenen Quartalsziele nicht erfüllen. Mit dem Start ins Servicejahr ist die Autohaus-Chefin sehr zufrieden: „Es war der beste Start in den letzten fünf Jahren.“

Hartes Nfz-Geschäft

Im Nissan-Autohaus-Huber verlief der Neuwagenverkauf im ersten Quartal dank starker Verkaufsförderungsprogramme und hohen Marketingaufwendungen sehr gut. Für Martin Huber ist jedoch auch klar: „Die Kunden akzeptieren Liefertermine nur bedingt. Leider haben wir aufgrund der sehr guten Nachfrage bei einigen Nissan-Modellen Lieferzeiten von bis zu sechs Monaten. Die meisten Kunden sind allerdings mit hausinternen Mobilitätskonzepten zu halten.“

Der Gebrauchtwagenverkauf läuft in Wasserburg weiterhin sehr gut. „Die Erträge entsprechen unseren Erwartungen“, sagt der Geschäftsführer. Und trotz eines weiterhin sehr schwierigen Marktumfeldes verlief auch der Jahresstart in der Werkstatt zufriedenstellend. Über das Nutzfahrzeuggeschäft sagt Huber: „Der Vertrieb ist momentan extrem hart umkämpft. Der Kunde fordert bereits Nachlässe von bis zu 40 Prozent, da dies leider in diesem Segment nicht ungewöhnlich ist. Nur mit einem Serviceangebot, das deutlich über das Normale hinausgeht, kann man die Kunden überzeugen. Ein Schwerpunkt ist hier die hausinterne Mobilitätssicherung des Kunden.“

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