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Sehr unterschiedlich über den Neuwagenverkauf äußerst sich Mehrmarkenhändler Helmut Peter. „Mit Opel und Skoda sind wir sehr zufrieden, mit Mercedes-Benz und Mitsubishi sind wir zufrieden. Total unzufrieden sind wir jedoch mit Peugeot.“ Auch bezüglich der längeren Lieferzeiten hat der Geschäftsführer ein differenzierte Bild: Mercedes habe vor allem Probleme mit Geländewagen, bei Peugeot hingegen sei alles normal. Bei Skoda seien die Zulieferer für die langen Lieferzeiten verantwortlich und bei Opel herrsche ein gute Liefersituation. Positiv äußert sich Peter über das Gebrauchtwagengeschäft. „Da die Preise angezogen haben sind wir mit den Erträgen sehr zufrieden.“
Mercedes-Kollege Peter Schäferskizziert ein ähnliches Bild nach Ablauf des ersten Quartals 2011. „Mit dem Neufahrzeugverkauf sind wir äußerst zufrieden. Dieses Jahr ist die Neuwagennachfrage deutlich stärker als im Vorjahr. Das liegt zum einen daran, dass die Restwerte der Jahreswagen auf einem höheren Niveau sind als im Vorjahr und zum anderen an den derzeit sehr attraktiven Verkaufsförderungsmaßnahmen des Herstellers.“
Auf die Frage, inwieweit Lieferzeiten derzeit den Verkaufserfolg beeinflussen, antwortet der Geschäftführer: „Es gibt Modelle, bei denen die aktuelle Lieferzeit beinahe sieben Monate beträgt. Selbstverständlich wirkt sich dies negativ auf den Verkauf aus. Das ist insbesondere beim GLK der Fall und beeinflusst auch die Gebrauchtwagenpreise, sodass die Restwerte für Jahreswagen gerade einmal zehn Prozent unter dem Neupreis liegen.“
Im Autohaus Schäfer ist der Gebrauchtwagenabsatz noch leicht unter Vorjahresniveau. „Jedoch denken wir, dass dies auf den langen Winter zurückzuführen ist. Im zweiten Quartal rechnen wir mit deutlichen Zuwächsen im Gebrauchtwagengeschäft, sodass wir am Ende des zweiten Quartals wieder Vorjahresniveau erreichen werden.“ Das Nutzfahrzeuggeschäft bilanziert Schäfer wie folgt: „Leichte Nutzfahrzeuge lassen sich derzeit sehr gut verkaufen. Dies ist in erster Linie auf die florierenden, mittelständischen Handwerksbetriebe zurückzuführen. Auch auf unseren Servicebereich wirkt sich das äußerst positiv aus. Bei den schweren Nutzfahrzeugen bleibt der Markt schwierig.“
Gutes K&L-Geschäft
Michael Eidenmüller ist mit dem Neuwagenverkauf im ersten Quartal zufrieden. „Die Auftragseingänge im Pkw-Neuwagengeschäft sind deutlich höher als im Vorjahr.“ Aber auch der Verkaufserfolg der Bamberger Auto-Scholz-Gruppe ist von den Lieferzeiten negativ beeinflusst. „Vor allem betroffen sind die A-Klasse sowie der GLK“, sagt der Geschäftsführer. Leicht verbesserte Erträge im Vergleich zum Vorjahrszeitraum erwirtschafte das Autohaus mit dem Gebrauchtwagenverkauf. Ebenso seien die Absatzzahlen gestiegen.
Zum Servicegeschäft sagt Eidenmüller: „Der Start in das Jahr 2011 verlief über alle Standorte hinweg zufriedenstellend. Positiven Einfluss hierauf hatte insbesondere das unfallbedingte Lack- und Karosseriegeschäft. In den klassischen Segmenten der Verschleißreparaturen hingegen ist ein spürbarer Wettbewerbsdruck vorhanden.“ Im Nutzfahrzeugvertrieb entwickelte sich das erste Quartal 2011 etwas positiver als 2010. Der Boom im Transportergeschäft hält weiter an, während das Lkw-Segment nach wie vor große Herausforderung an den Handelsbetrieb stellt.
„Der Gesamtmarkt zieht leicht an in einem nach wie vor hart umkämpften Markt und äußerst preissensiblen Wettbewerbsumfeld“, so Eidenmüller. Und zum Servicegeschäft sagt der Firmenchef: „Gegenüber dem Vorjahr ist eine spürbare Belebung im Service festzustellen. Es ist zu erwarten, das sich dieser Trend auch weit über das erste Quartal stabilisiert.“
Unterschiedlicher Start ins Jahr
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