Deutscher Werkstattpreis 2026 Lindners Boxenstopp gewinnt den Deutschen Werkstattpreis

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Der erst 2015 gegründete Betrieb in Veitshöchheim hat sich durch schnelles Wachstum, eine kluge Unternehmensstrategie und viele gute Digitalisierungs-Ideen in einem starken Bewerberfeld durchgesetzt.

Das Team von Linders Boxenstopp im Konfettiregen: Die Veitshöchheimer Werkstatt stand beim Deutschen Werkstattpreis ganz oben auf dem Treppchen. (Bild:  Schreiner – VCG)
Das Team von Linders Boxenstopp im Konfettiregen: Die Veitshöchheimer Werkstatt stand beim Deutschen Werkstattpreis ganz oben auf dem Treppchen.
(Bild: Schreiner – VCG)

Freie Werkstätten sind die Gewinner auf dem Reparaturmarkt: Angesichts steigender Kosten und eines rapide alternden Fahrzeugparks werden sie mit Kundenaufträgen geradezu überschwemmt. Doch wer sind die Gewinner unter den freien Werkstätten? Das untersucht »kfz-betrieb« seit 2011 im Rahmen des deutschen Werkstattpreises – Deutschlands wichtigster neutraler und konzernunabhängiger Auszeichnung für freie Kfz-Betriebe.

In diesem Jahr konnte sich mit Lindners Boxenstopp aus Veitshöchheim bei Würzburg eine sehr ungewöhnliche freie Werkstatt gegen starke Konkurrenz durchsetzen. Das Unternehmen sticht nicht nur durch sein schnelles Wachstum hervor – in gut zehn Jahren von einer Scheune zu mittlerweile drei Standorten –, sondern auch durch sein Konzept: Inhaber Markus Lindner hat sich auf gewerbliche Kunden spezialisiert und bietet diesen einen auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnittenen Service und weitere Dienstleistungen an, etwa eine digitale Fuhrparkverwaltung.

Markus Lindner beeindruckte die Jury darüber hinaus mit seinem Unternehmertum und seiner strategischen Denkweise. Nach dem bescheidenen Beginn mit 5.000 Euro Startkapital in einer Scheune hat er mittlerweile zwei freie Werkstätten übernommen und Anfang 2026 sogar ein Autohaus, einen VW-Servicepartner. An mittlerweile drei Standorten beschäftigt er 45 Mitarbeiter – und sieht sich damit noch längst nicht am Ziel angekommen. Weitere Übernahmen kann sich Markus Lindner durchaus vorstellen. Zudem entwickelt er eigene Softwarelösungen: Neben dem Kundenportal für seine gewerbliche Zielgruppe hat er auch eine Software zur Werkstattsteuerung entwickelt, die er in Zukunft anderen Betrieben anbieten will. „Unser Kundenportal und unser Werkstattsystem sind heute einzigartig in der Branche“, ist Markus Lindner überzeugt.

Die Jury des Deutschen Werkstattpreises, zu der neben der Redaktion von »kfz-betrieb« Vertreterinnen und Vertreter von ATE, der GTÜ, von LKQ DACH und Würth gehören, gratuliert Markus Lindner zu seiner unternehmerischen Leistung und kürt ihn zum Sieger beim Deutschen Werkstattpreis 2026.

Autohaus Voss und Auto Köhler auf dem Treppchen

Auf Platz 2 folgt das Autohaus Voss in Rosendahl: In Sachen Werkstattleistung gibt es bei Voss nichts, was es nicht gibt. Neben normalen Wartungen und Reparaturen bietet man Hochvoltreparaturen, Oldtimer-Restaurierung, Caravan-Service, Autogas-Umbauten und -reparaturen, Fahrzeugversiegelungen und das eigene K&L-Geschäft an. Gut ist Voss zudem im Geschäft mit Logistik- und Paketdienstleistern, für die der Betrieb eine dreistellige Zahl an Mietwagen vorhält.

Auf Platz 3 wählte die Jury Auto Köhler aus Hollstadt. In dem ländlichen Gebiet der Rhön hat sich das von Michael Köhler in zweiter Generation geleitete Unternehmen als Rundum-Anbieter in Sachen Mobilität etabliert. Beeindruckt hat die Jury vor allem die hohe technische Expertise und moderne Ausrüstung des Betriebs. Michael Köhler ist in der Branche gut vernetzt und arbeitet mit vielen Lieferanten und Diagnoseanbietern zusammen, um neue Produkte zu testen und fachlichen Input zu geben.

Folgende weiteren Bewerber wurden als Top-Ten-Betriebe beim Deutschen Werkstattpreis ausgezeichnet:

• Formen Cars, Weimar

• AHL Autohaus Lehniger, Finsterwalde

• Sand Jensen, Flensburg

• Schawe Car Design, Waltrop

• Sportwagenwerk, Neuss

• Kfz-Team Schwarz & Melzer, Halsenbach

• Autohaus Penders, Mönchengladbach

Der Deutsche Werkstattpreis ist eine Veranstaltung der Fachmedienmarke »kfz-betrieb« und wird unterstützt von ATE, GTÜ, LKQ DACH und Würth. Er prämiert freie Werkstätten, die sich durch innovative Ideen und herausragende Leistungen in den Bereichen Kundenservice, Werkstattmanagement, Technik und Marketing abheben.

Der Wettbewerb richtet sich an markenunabhängige Autohäuser, Handels- und Servicebetriebe sowie inhabergeführte und nicht inhabergeführte freie Kfz-Betriebe. Er wird bereits seit 2011 vergeben.

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