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Mehrere Mercedes-Transporter-Rückrufe: Schrauben und Kopfstützen

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jens Rehberg

Quer durch das Produktportfolio von Mercedes-Benz Vans gehen vier Aktionen für insgesamt über 1.100 Fahrzeuge in Deutschland. Probleme bereiten unter anderem die Sitze und die Hinterachse.

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In Deutschland sind unter anderem 862 Citan-Modelle von einer aktuellen Rückholaktion betroffen.
In Deutschland sind unter anderem 862 Citan-Modelle von einer aktuellen Rückholaktion betroffen.
(Bild: Mercedes-Benz Vans)

Mehrere kleine Rückrufe hat eine Sprecherin der Daimler-Transportersparte am Montag auf Anfrage bestätigt. Der größte dreht sich in Deutschland um 862 Citan-Modelle (Baureihe 415) aus dem Produktionszeitraum 11.9. bis 17.10.2019. Eine fehlerhafte Verschraubung im Bereich der Hinterachse kann zu einem Radverlust führen. Der vorgesehene Werkstattaufenthalt für Kontrolle und gegebenenfalls Reparatur der Hinterachse (Aktionscode „C1HANABE“) wird laut Hersteller zwischen einer und drei Stunden dauern.

Mit weniger als einer Stunde deutlich schneller geht es für 174 hierzulande registrierte Einheiten des Vito beziehungsweise der V-Klasse (BR 447). Bei den Modellen steht eine Erneuerung der Kopfstützen an, weil sich bei den bisher verbauten Teilen die Polsterträger lösen könnten. Der Rückruf mit dem internen Code „VS2KOPFSTU (9295053)“ richtet sich an Halter, deren Fahrzeuge zwischen 30.1. und 1.5. des vergangenen Jahres vom Band liefen.

Aus dem Bauzeitraum 21.10. bis 21.11.2018 stammen 86 Sprinter (BR 907/910), die der Hersteller seit Anfang Dezember in deutsche Vertragswerkstätten einbestellt. Eine fehlerhafte Verschweißung der Höhenverstellung der Vordersitze könnte bei einem Unfall eine erhöhte Verletzungsgefahr bedeuten. Für den unter dem Code „VS3SITZVER“ laufenden Austausch des Neigungsverstellers an den Vordersitzen sind etwa drei Stunden eingeplant.

Noch keine Stückzahlangabe gibt es zu einer weiteren Rückrufmeldung. Da der Hersteller aber die betroffenen Fahrzeuge auf die Produktionswoche zwischen 8. und 12. April 2019 eingrenzen kann, dürfte die Aktion "VS2TYPFRA" sehr überschaubar bleiben. Ohnehin geht es nur um einen weniger als eine halbe Stunde dauernden Tausch einer Kennzeichnung mit nicht vorschriftsgemäßen Angaben zu Gewicht und Abmessungen. Infolgedessen könnten Nutzer den Vito der Baureihe 447 überladen und damit seine Fahrstabilität einschränken.

(ID:46311107)

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist