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Mercedes fällt im Juni hinter BMW zurück

Autor: Christoph Seyerlein

Diesen Freitag würde man bei Daimler wohl am liebsten schnell wieder vergessen: Nach einer erneuten Gewinnwarnung des Gesamtkonzerns vermeldete auch die Auto-Sparte schlechte Zahlen.

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Von der Marke Mercedes-Benz gingen im ersten Halbjahr 2019 weltweit 1.134.729 Neuwagen an Kunden.
Von der Marke Mercedes-Benz gingen im ersten Halbjahr 2019 weltweit 1.134.729 Neuwagen an Kunden.
(Bild: Daimler)

Nicht nur der gesamte Daimler-Konzern hatte am Freitag schlechte Nachrichten zu vermelden, auch die Autosparte überbrachte negative Botschaften: Der Absatz der Kernmarke Mercedes-Benz ist im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,7 Prozent auf 196.230 Einheiten geschrumpft. Auch im gesamten ersten Halbjahr blieb das Fabrikat mit dem Stern mit 1.134.729 verkauften Neuwagen spürbar hinter dem Vorjahresniveau zurück (-4,6 %).

Im Einzelmonat Juni musste Mercedes damit die Spitzenposition im Wettbewerb der Premiumhersteller an BMW abtreten: Die Münchner lieferten zuletzt 203.523 Fahrzeuge aus. Im Gesamtjahr liegt die Daimler-Tochter aber noch leicht vorne: BMW setzte in den ersten sechs Monaten 1.075.959 Einheiten ab. Der dritte deutsche Premiumhersteller im Bunde, Audi, bleibt weiter weit abgeschlagen zurück.

Daimler-Vertriebschefin Britta Seeger betonte in einer Reaktion, dass Mercedes nach den ersten sechs Monaten weiter an der Spitze des Premiumsegments liege und versuchte, Optimismus zu verbreiten. „Für das dritte Quartal gehen wir von Absatzimpulsen durch die neuen SUVs mit dem Stern aus“, so die Managerin.

Soll das gelingen, muss der Hersteller aber seine Produktionsprobleme in den Griff kriegen. Daimler gab am Freitag zu, die Anläufe neuer Modelle derzeit nicht wie geplant hinzubekommen. Seeger versprach: „Im Juli stehen mit dem neuen GLC und dem GLC Coupé zwei echte Kundenlieblinge in unseren Showrooms.“

Jene Autos können sicher auch die deutschen Händler gut gebrauchen. Hierzulande fiel der Absatz im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,2 Prozent ab. Die Halbjahresbilanz weist für den Heimatmarkt ein Minus von 2,7 Prozent aus. Ähnlich sieht es in Europa aus, auch auf dem gesamten Kontinent musste der Autobauer sowohl im Juni (-3,5 %) als auch im ersten Halbjahr (-4 %) Rückgänge hinnehmen.

Von den wichtigsten Regionen kam Mercedes im bisherigen Jahresverlauf lediglich in China voran (+1,3 %). Anders als die Konkurrenz konnten die Stuttgarter dort zuletzt aber kaum von der Umstellung auf die Emissionsnorm C6 zum 1. Juli und damit vorgezogenen Autokäufen im Juni profitieren. Mercedes legte im zurückliegenden Monat nur um 0,1 Prozent im Reich der Mitte zu. In den USA hielt der Hersteller im Juni sein Niveau aus dem Vorjahr, in der Halbjahresbilanz steht aber ein dickes Minus (-7,2 %).

Smart unter ferner liefen

Einen rabenschwarzen Juni erwischte Smart. Der Absatz der Kleinwagenmarke brach um 22,5 Prozent auf 10.231 Einheiten ein. Im Gesamtjahr liegt das Fabrikat damit nach den ersten sechs Monaten und 60.318 ausgelieferten Fahrzeugen um 8,1 Prozent hinter dem Vorjahr zurück.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«