Mercedes-Rückrufe: Gurterkennung und lockerer Zierstab

Mehrere Modellreihen müssen in die Werkstatt

| Autor: Niko Ganzer

Einer der beiden Daimler-Rückrufe betrifft die Gurtschlösser.
Einer der beiden Daimler-Rückrufe betrifft die Gurtschlösser. (Bild: Daimler)

Daimler ruft weltweit über 235.000 Fahrzeuge der C-, E- und G-Klasse, sowie vom Typ CLS, GLC und GT zurück. Wie ein Konzernsprecher auf Anfrage mitteilte, könnten die Gurtschlösser der Vordersitze fälschlicherweise einen gesteckten Sicherheitsgurt als nicht gesteckt erkennen. Sollte der Fahrer die darauf erfolgenden optischen und akustischen Warnungen ignorieren, würden bei einem Unfall weder die elektrische noch die pyrotechnische Gurtstraffung aktiviert. „Die vollständige Wirkung des Rückhaltesystems könnte dadurch nicht gewährleistet sein“, so der Sprecher.

Bei den Fahrzeugen aus dem Produktionszeitraum Juni bis Oktober 2018 steht in der Vertragswerkstatt eine Prüfung und gegebenenfalls ein Tausch der Gurtschlösser an. Hierfür sind maximal 1,5 Stunden eingeplant. Wie viele Fahrzeuge der Rückruf mit dem internen Aktionscode „9190308“ betrifft, geht aus dem obligatorischen Eintrag in der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) nicht hervor. Auch der Hersteller macht hierzu keine Angaben.

Zweite Aktion für GLE und GLS

Vollständige Zahlen gibt es hingegen zum zweiten neuen Mercedes-Rückruf mit dem internen Code „6792001“. Er umfasst weltweit 37.351 SUVs der Typen GLE und GLS (Foto). Davon sind in Deutschland etwas über 4.000 gemeldet.

Bei der Baureihe 167 aus dem Produktionszeitraum vom August 2018 bis September 2019 könne die Befestigung des Zierstabs am Fenstersteg der Fondtüren nicht der Spezifikation entsprechen, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage. „Dadurch könnte sich der Zierstab im Fahrbetrieb vom Fahrzeug lösen“. Der Werkstattaufenthalt für die Prüfung und gegebenenfalls notwendige Nacharbeit der Zierstäbe an den Fondtüren werde circa 30 Minuten in Anspruch nehmen, kündigte der Sprecher an.

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