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Mercedes ruft die A- und S-Klasse zurück

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Der Kleinwagen muss wegen Problemen mit der hinteren Sitzlehne zu den Vertragspartnern. Die Luxuslimousine benötigt ein Software-Update für den Spurhalteassistenten.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Nach der C- und E-Klasse ruft Daimler nun auch die A-Klasse (Baureihe 177) wegen eines Problems mit der Verriegelung der Sitzlehnen zurück. Bei den Fahrzeugen aus dem Produktionszeitraum von Mai bis September 2018 geht es aber um die Lehne im Fond. Hier könnte „keine kraftschlüssige Verbindung“ gegeben sein, wie ein Sprecher auf Anfrage erklärte. Ein potenziell entriegelter Zustand würde darüber hinaus nicht durch die dafür vorgesehene rote Fahne angezeigt.

Um ein Umklappen der Lehne insbesondere bei Bremsmanövern oder Unfällen zu verhindern, müssen die Vertragswerkstätten eingreifen. Als vorsorgliche Maßnahme ist vorgesehen, bei den betroffenen Fahrzeugen die Fondlehnenschlösser zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen. Hierfür sind maximal 90 Minuten eingeplant.

Deutlich länger dauert die zweite Aktion für die A-Klasse. Bei Fahrzeugen aus dem Produktionszeitraum November 2017 bis August 2018 steht ein vierstündiger Austausch der Instrumententafel an. „Bei einem Unfall mit Auslösung des Beifahrerairbags bei niedrigen Temperaturen könnten scharfe Bruchkanten an der Instrumententafel im Öffnungsbereich für den Airbag entstehen und dadurch der Airbag bei seiner Entfaltung beschädigt werden“, sagte der Sprecher. Die fehlende Perforation in der äußeren Deckschicht der Instrumententafel beeinträchtige in diesem Fall die vorgesehene Rückhaltewirkung des Airbags.

Beeinträchtigter Spurhalteassistent

Schon etwas älter ist der dritte zu vermeldende Rückruf für die S-Klasse. Seit September bittet Daimler Halter der AMG-Variante der Limousinen (Baureihe 222) sowie der Coupé- und Cabriolet-Varianten (BR 217) zu einem halbstündigen Softwareupdate in die Werkstatt. Ursache ist eine fehlerhafte Parametrierung der Software der Multifunktionskamera, was sich ab einer Geschwindigkeit von 105 km/h negativ bemerkbar machen könnte.

Der aktive Spurhalteassistent würde dann bei einem unbeabsichtigten Spurwechsel keinen aktiven Bremseingriff durchführen, sondern nur das Lenkrad vibrieren lassen. „Bei Geschwindigkeiten unterhalb 105 km/h reagiert das Assistenzsystem wie vorgesehen“, betonte der Sprecher. Betroffen sind Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum von Januar 2017 bis März 2018. Stückzahlangaben gab es wie gehabt aus der Pressestelle keine.

(ID:45662079)

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist