Mercedes startet drei Transporter-Rückrufe

Vito und Sprinter betroffen

| Autor: Niko Ganzer

Rund 85.000 Vito müssen weltweit in die Werkstatt.
Rund 85.000 Vito müssen weltweit in die Werkstatt. (Bild: Daimler)

Die Transportersparte von Daimler hat drei neue Rückrufaktionen bestätigt. Die größte betrifft den Vito (Baureihe 447/VS20) aus den Produktionszeiträumen April 2014 bis Mai 2017 (Kombi) sowie bis September 2019 (Kastenwagen). Bei weltweit knapp 85.000 Fahrzeugen mit Beifahrer-Sitzkasten und integrierter sogenannter Pufferbatterie kann es aufgrund einer fehlenden Abdeckung zur Kurzschluss- und Brandgefahr kommen, wenn in der Box elektrisch leitende Gegenstände lagern. In Deutschland erhalten knapp 21.000 Exemplare eine Nachrüstung der Sitzkastenabdeckung. Hierfür sind zwei Stunden veranschlagt. Der Aktionscode lautet „VS2SITZAB (9190165)“.

Die Federung des Sprinters (Baureihe 910/VS30) ist Gegenstand gleich zweier Rückrufe. Die Aktion „VS3BLAFED (3291090)“ betrifft knapp 6.000 Einheiten (Deutschland: 1.309), die Maßnahme „VS3ZUGFED (3291092)“ nur 47 (D: 16).

„Ein Fertigungsfehler bedingt möglicherweise einen Bruch der Blattfedern an der Hinterachse. In der Folge sind die Radführung und das Fahrverhalten eingeschränkt“, meldet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für Sprinter, die zwischen 29. März 2018 und 14. Januar 2019 vom Band liefen. Die Überprüfung und gegebenenfalls der Austausch der Blattfedern an der Hinterachse dauern laut einem Konzernsprecher ebenfalls zwei Stunden.

Etwas mehr Zeit ist für den anderen Rückruf der wenigen Sprinter aus dem Bauzeitraum 19. September 2018 und 20. August 2019 eingeplant. Hier dauert der Tausch der Einblatt-Stahlfeder an der Hinterachse gegen eine Zweiblatt-Stahlfeder etwas weniger als drei Stunden. Eine Neucodierung des ESP-Steuergeräts steht ebenfalls auf der To-Do-Liste. Die bislang nicht gemäß der Spezifikation verbaute Blattfeder könnte sonst laut KBA zu kritischem Fahrverhalten führen.

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