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Mitsubishi ASX: Start frei für den „Eroberer“

| Redakteur: Gerd Steiler

Der neue Kompakt-Crossover soll Mitsubishi pro Jahr etwa 10.000 Neuzulassungen bescheren. Rund 70 Prozent davon soll der ASX von Fremdfabrikaten holen.

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Mit dem neuen ASX hat Mitsubishi am 19. Juni ein weiteres sportliches Crossover-Modell ins Rennen geschickt. Der unterhalb des Outlander angesiedelte Kompakt-SUV basiert Herstellerangaben zufolge auf der Mitsubishi-„Global Plattform“ (Lancer, Outlander) und teilt sich rund 70 Prozent seiner Komponenten mit dem großen Bruder. Ebenso ist sein Radstand von 2,67 Meter identisch mit dem des Outlander. Damit erreicht der Innenraum des ASX ein Platzangebot, das deutlich über den Standards des C-Segments liegt.

„ClearTec“-Powerdiesel zum Auftakt

Angeboten wird der ASX zum Marktstart als 1,8-Liter-Diesel (110 kW/150 PS) mit Frontantrieb oder dem elektronisch gesteuerten Allradsystem „AWC“. Eine „Low Power“-Version mit 85 kW/116 PS soll das Dieselprogramm zu einem späteren Zeitpunkt ergänzen. Bereits ab September wird es den ASX auch als 1,6-Liter-Benziner (86 kW/117 PS) mit Frontantrieb geben. Die Kraftübertragung übernimmt ein Fünf- bzw. Sechsgang-Schaltgetriebe. Ab 2011 soll es den ASX auch als Automatik geben.

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Sämtliche Motoren erreichen laut Hersteller die Abgasnorm Euro 5 und zeichnen sich durch sehr gute Verbrauchs- und Emissionswerte aus. Der 1,8-Liter Diesel mit Frontantrienb verbraucht den Angaben zufolge im kombinierten Normzyklus nur 5,5 Liter pro 100 Kilometer und emittiert dabei 145 Gramm CO2 pro Kilometer. Bei der Allradversion sind es 5,7 Liter/100 Kilometer beziehungsweise 150 g/km CO2.

Maßgeblich hierfür sind laut Hersteller vor allem die Komponenten der „ClearTec“-Technologie, die schrittweise in alle Mitsubishi-Modellreihen Einzug halten sollen. Hierzu zählen die variable Ventilsteuerung („MIVEC“), mit der der ASX laut Hersteller als „weltweit erster Diesel-Pkw“ ausgerüstet ist, das automatische Start-/Stopp-System (AS&G), ein regeneratives Bremssystem sowie rollwiderstandsoptimierte Leichtlauf-Reifen. Zudem sollen laut Mitsubishi-Deutschland-Chef Martin van Vugt in den kommenden Jahren Schritt für Schritt Plug-in-Hybrid-Versionen in allen Mitsubishi-Modellreihen eingeführt werden.

Benziner-„Lockpreis“ von 17.990 Euro

Zur serienmäßigen Sicherheits- und Komfortausstattung zählen unter anderem: ABS mit elektronischem Bremsassistent, das elektronische Stabilitätsprogramm ASC mit Traktionskontrolle, Sicherheits-Karosseriestruktur, sieben Airbags (einschließlich Fahrer-Knieairbag), Sicherheits-Pedale, Berganfahrhilfe und CD/MP3-Radio mit AUX-Eingang. Zur Aufpreispflichtigen Zusatzausstattung zählen unter anderem: Klimaautomatik, Einparkhilfe mit Rückfahrkamera und Monitor, Bluetooth-Mobiltelefon-Freisprechsystem mit Sprachsteuerung, das Multi-Communication-System „MMCS“ (Audio und Navigation) mit 7-Zoll-LCD-Display und Touchpanel-Bedienung und Super HiD „Wide Vision“-Xenonscheinwerfer.

Die Basispreise des Mitsubshi ASX liegen laut Hersteller bei 17.990 Euro (Benziner), 20.990 Euro (Diesel 2WD) und 24.790 Euro (Diesel 4WD). Besonders mit dem Benziner-“Lockpreis“ von 17.990 Euro will van Vugt im Konzert der Wettbwerber kräftig mitsingen und bis zu 70 Prozent der ASX-Kunden von Fremdfabrikaten holen. Als wichtigste Konkurrenten des ASX sieht van Vugt Modelle wie Skoda Yeti (ab 17.990 Euro), Nissan Qashqai (ab 19.490 Euro), Peugeot 3008 (ab 21.650 Euro), Toyota RAV4 (ab 23.200 Euro), VW Tiguan (ab 26.050 Euro) und Ford Kuga (ab 27.000 Euro).

Ziel: 10.000 Einheiten pro Jahr

Bis Jahresende will Mitsubishi noch etwa 5.000 bis 5.500 ASX auf dem deutschen Markt absetzen. Im ersten vollen Verkaufsjahr 2011 sollen dann etwa 10.000 bis 11.000 Einheiten an Kunden ausgeliefert werden. Als Hauptzielgruppe sieht van Vugt vor allem Kombifahrer, „Down-Grader“ aus Reihen der Premium-Klientel von Audi, BMW & Co. sowie SUV-affine Markenaufsteiger. Im Modellmix des neuen Kompakt-Crossovers veranschlagt van Vugt einen überraschend hohen Benziner-Anteil von etwa 65 bis 70 Prozent: „Wir gehen davon aus, dass sich in der für den ASX relevanten Kundenzielgruppe eine deutliche Mehrheit für die Benziner-Variante entscheiden wird.“

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