Quartalsergebnis Musk schwärmt nach Tesla-Gewinneinbruch von Robotern

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Elon Musk will Tesla auf Roboter und Robotaxis ausrichten. Aktuell muss das Geld aber noch mit dem Verkauf von E-Autos verdient werden – und da gab es zuletzt Rückgänge.

In der vergangenen Woche hatte Elon Musk wieder einmal eine neue „Roadster“-Version präsentiert und dabei einen ziemlichen Zirkus – im wahrsten Sinne des Wortes – veranstaltet. Einige Tesla-Kunden, die bereits vor neun Jahren umgerechnet 220.000 Euro für die Vorbestellung des Modells bezahlt hatten (nicht stornierbar), warten bis heute auf Lieferung. (Bild:  Tesla)
In der vergangenen Woche hatte Elon Musk wieder einmal eine neue „Roadster“-Version präsentiert und dabei einen ziemlichen Zirkus – im wahrsten Sinne des Wortes – veranstaltet. Einige Tesla-Kunden, die bereits vor neun Jahren umgerechnet 220.000 Euro für die Vorbestellung des Modells bezahlt hatten (nicht stornierbar), warten bis heute auf Lieferung.
(Bild: Tesla)

Tesla hat das vergangene Quartal mit einem Gewinneinbruch abgeschlossen: Im Jahresvergleich gab es einen Rückgang von 43 Prozent auf 787 Millionen Dollar. Der Umsatz stagnierte bei rund 28,05 Milliarden Dollar (umgerechnet circa 25 Milliarden Euro). Tesla-Chef Elon Musk hatte am Tag vor den Quartalszahlen Überlegungen über einen Zusammenschluss mit der ebenfalls von ihm geführten Weltraumfirma Space-X bestätigt. In der Telefonkonferenz zu den Tesla-Zahlen war das Thema dann jedoch tabu.

Der Rückgang beim Autoverkauf kam nicht überraschend, da das dritte Quartal des Vorjahres von einer Sonderkonjunktur geprägt war. US-Präsident Donald Trump ließ Ende September 2025 die Steuervergünstigung von 7.500 Dollar beim Kauf von Elektroautos auslaufen. In dem Vierteljahr schnellten die Tesla-Auslieferungen um 7,4 Prozent hoch, weil viele Interessenten in den USA die Prämie noch mitnehmen wollten. Danach kam – wie auch bei anderen Herstellern – ein Rückschlag.

In diesem Jahr konnte Tesla die Auslieferungen zum Teil ausbauen, im dritten Quartal waren sie aber im Jahresvergleich um zwei Prozent gesunken. Tesla übertraf beim Umsatz zugleich die Erwartungen von Analysten. An der Börse wurden die Zahlen negativ aufgenommen. Die Aktie verlor nachbörslich etwas mehr als vier Prozent.

Laut Musk liegt Teslas Zukunft bei der Produktion selbstfahrender Robotaxis und humanoider Roboter. In beiden Bereichen trifft seine Firma aber auf viel Konkurrenz – während das Geld bisher weiterhin hauptsächlich mit dem Verkauf von Elektroautos verdient werden muss.

Tesla produziert zwar die ersten Roboter mit dem Namen Optimus. Laut Musk hat die Fertigungslinie im Stammwerk im kalifornischen Fremont die Kapazität, eine Million Roboter jährlich zu bauen. Es werde jedoch „wahrscheinlich mindestens ein Jahr und vielleicht etwas länger dauern“, bis Tesla auf 20.000 Roboter pro Woche komme, sagte er. „Teile des Designs“ würden immer noch verändert.

Musk, der mitunter gerne zu großspurigen Ankündigungen greift, behauptete erneut, Optimus werde „das größte Produkt auf der Welt,“ sein. Er sprach auch von Plänen für eine „Optimus-Akademie“, in denen die Maschinen erlernen sollten, Aufgaben auszuführen. Erste Roboter könnten „in etwa einem Jahr“ an Kunden geliefert werden, sagte Musk. Sie würden zunächst voraussichtlich in der Industrie eingesetzt, für gefährliche oder repetitive Aufgaben. Musk will sie mit der Zeit auch an Haushalte verkaufen.

Ärger um Cybercab

Tesla fährt unterdessen auch die Produktion des Robotaxis-Fahrzeugs Cybercab hoch, das weder Pedale noch ein Lenkrad hat. Die Wagen befördern Passagiere bisher nur im texanischen Austin, weitere Städte sollen aber laut Tesla folgen.

Zugleich gibt es Ärger mit der Straßenverkehrsbehörde NHTSA. Denn in den USA ist etwa ein Bremspedal grundsätzlich Pflicht. Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale können Hersteller nur mit einer Ausnahmegenehmigung auf die Straße bringen – und dann maximal 2.500 davon pro Jahr. Tesla beantragte jedoch keine Genehmigung.

Die beim autonomen Fahren führende Google-Schwesterfirma Waymo setzt als Robotaxis umgebaute herkömmliche Autos ein, bei denen der Platz am Lenkrad einfach leer bleibt. Tesla greift zum Teil auch auf Fahrzeuge der Modelle 3 und Y zurück, in die Software zum autonomen Fahren geladen wird. Voraussichtlich im zweiten Quartal werde Tesla ersten Autobesitzern erlauben, ihre Wagen zum Geldverdienen als Robotaxis loszuschicken, hieß es. Musk hatte die Möglichkeit schon vor Jahren angekündigt.

Musks Ansatz beim autonomen Fahren ist umstritten. Er beharrt darauf, dass die Teslas nur mit Kameras unterwegs sind und auf andere Sensoren verzichten. Rivalen wie Waymo setzten dagegen zusätzlich teurere Laser-Radare ein, die die Umgebung der Fahrzeuge erfassen. Viele Experten finden Kameras nicht verlässlich genug, um sich nur auf sie zu verlassen.

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