Nach 35 Jahren ist Schluss: Mitsubishi Pajero auf Abschiedstour

Weiterentwicklung zu teuer

| Autor: Christoph Seyerlein

Der Mitsubishi Pajero geht in sein letztes Verkaufsjahr.
Der Mitsubishi Pajero geht in sein letztes Verkaufsjahr. (Bild: Mitsubishi)

Die strengen Abgas-Vorschriften kosten immer mehr Auto-Modellen ihre Existenz. Nun erwischt es auch den Mitsubishi Pajero. Mitsubishi-Deutschland-Vertriebsleiter Jens Schulz gab kürzlich bekannt, dass der Offroader 2018 in sein letztes Verkaufsjahr gehe. Dem Hersteller sei es schlicht zu teuer, das Auto fit für die Euro-6c-Norm zu bekommen. Ähnlich ergeht es beispielsweise auch dem Subaru WRX STI.

Nach gut 35 Jahren ist also Schluss für den Pajero. Mit der Produktion der ersten Generation begannen die Japaner im Frühjahr 1982, ab Anfang 1983 war das Auto dann auch weltweit erhältlich. Seinen Namen hat sich das Modell beim Leopardus pajeros geliehen, der im Gebirge Südamerikas zuhause ist. Öffentliche Bekanntheit erlangte die Baureihe vor allem durch zahlreiche Erfolge bei der Rallye Paris-Dakar.

Doch nicht überall trat das Auto unter dem Namen Pajero auf. In spanischsprachigen Ländern hieß das Fahrzeug Montero, in Großbritannien Shogun. In den USA arbeitete Mitsubishi zudem mit Chrysler zusammen, dort nutzte Dodge die Pajero-Plattform für den Dodge Raider.

Insgesamt brachte es der Pajero über die Jahre auf vier Generationen. Jens Schulz rief die deutschen Händler dazu auf, dem Modell einen würdigen Abschied zu bereiten. Genügend Einheiten sind dem Importeur zufolge verfügbar. Eine ordentliche Portion Wehmut wird aber nicht nur aufgrund der Geschichte des Pajero beim Abschied dabei sein. Mit 1.806 Neuzulassungen war der Geländewagen im vergangenen Jahr immerhin noch für gut vier Prozent des gesamten Mitsubishi-Absatzes in Deutschland gut.

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