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Nächste Stufe der Onlinezulassung kommt im Oktober

| Autor / Redakteur: cb/dpa / Christoph Baeuchle

Schon seit Jahren arbeitet das Verkehrsministerium an der Onlineanmeldung von Fahrzeugen. Zum 1. Oktober kommt sie – aber nur für Privatpersonen. Autohäuser und Werkstätten müssen sich weiter gedulden.

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Auf eine internetbasierte Zulassung müssen Kfz-Betriebe weiter warten.
Auf eine internetbasierte Zulassung müssen Kfz-Betriebe weiter warten.
( svort/Fotolia)

Autos und Motorräder können vom 1. Oktober 2019 an bei den Behörden auch online angemeldet werden. Allerdings nur durch Privatpersonen. „Die Neuerungen versetzen nur Bürger in die Lage, ihr Fahrzeug elektronisch anzumelden, für Autohäuser und Werkstätten gilt dies nicht“, bedauert ZDK-Geschäftsführer Ulrich Dilchert. In einer weiteren Stufe wolle das Verkehrsministerium diese Möglichkeit allerdings ebenso den gewerblichen Nutzern bieten.

Die ab Oktober in Kraft tretende dritte Stufe des Projekts „i-kfz“ ermöglicht privaten Fahrzeughaltern, die Erstzulassung, die uneingeschränkte Wiederzulassung, die Umschreibung von Fahrzeugen sowie Adressänderungen online zu erledigen. „Kfz-Betriebe können weiterhin Fahrzeuge über das Internet lediglich abmelden, soweit diese ab dem 1. Januar 2015 zugelassen worden waren.“

Mit dem Projekt „i-kfz“ werden gute Absichten verfolgt: „Wir wollen weg vom Papierkram und von lästigen Behördengängen hin zu einer modernen, digitalen Verwaltung“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dem Magazin „Focus Online“.

Ein Erfolg ist in der Praxis bislang kaum zu spüren. Die Resonanz ist sehr dürftig. Seit der Einführung des digitalen Services im Jahr 2015 gab es in Deutschland knapp 77.000 internetbasierte Außerbetriebsetzungen. Dazu kommen noch 211 Wiederzulassungen – diese sind allerdings erst seit Oktober 2017 möglich. Die Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage im Sommer.

Zum Vergleich: Jährlich verzeichnet das Kraftfahrt-Bundesamt allein im Pkw-Bereich mehr als sieben Millionen Besitzumschreibungen plus derzeit rund 3,3 bis 3,4 Millionen Erstzulassungen. Die digitale Zulassung hat also viel Potenzial.

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