Neuer Europachef soll Bau der deutschen Tesla-Fabrik vorantreiben

Sascha Zahnd folgt auf Jan Oehmicke

| Autor: Christoph Seyerlein

Im Werk in Brandenburg soll Teslas Model Y vom Band laufen.
Im Werk in Brandenburg soll Teslas Model Y vom Band laufen. (Bild: Tesla)

Tesla hat einen neuen Europa-Chef. Wie Sascha Zahnd auf seinem Linkedin-Profil bestätigte, übernimmt er die Aufgaben, die Jan Oehmicke innehatte, ehe er den Autobauer im Oktober verließ. Zuvor hatte das Schweizer Magazin „Bilanz“ über die Personalie berichtet.

Zahnd wird damit auch den Hochlauf der „Gigafactory 4“ in Brandenburg verantworten. 2021 will Tesla in Grünheide mit der Produktion starten. Dort soll beispielsweise das künftige Klein-SUV Model Y vom Band laufen. Auch Batterien und Antriebe wollen die Kalifornier in der Fabrik fertigen. Zeitnah sollen dort laut der brandenburgischen Landesregierung etwa 3.000 Arbeitsplätze entstehen, perspektivisch könnten es bis zu 8.000 werden. Bis zu vier Milliarden Euro sollen in das Werk fließen. Der Baubeginn ist im ersten Quartal 2020 geplant.

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Sascha Zahnd stammt aus der Schweiz und arbeitet seit 2016 für Tesla. Zuletzt war er Vice President Global Supply Chain und wird das neben seiner zusätzlichen Aufgabe auch weiter bleiben, wenn man seinem Linkedin-Profil Glauben schenken darf. In der Öffentlichkeit stand der 44-Jährige bislang kaum, das Magazin „Bilanz“ beschreibt ihn gar als „Phantom“. Vor seiner Zeit bei Tesla arbeitete Zahnd für Swatch und Ikea.

Viele Aufgaben für Sascha Zahnd

Neben der Gigafactory 4 wird Zahnd in seiner neuen Rolle auch für den Vertrieb und den Service in Europa verantwortlich sein. Dort warten direkt Herausforderungen auf ihn: Die geringe Anzahl an Werkstätten, lange Wartezeiten sowie die generelle Servicequalität hatten Kunden zuletzt zunehmend verärgert. Auch der Ausbau des Supercharger-Netzwerks und die Beziehungen zur Politik fallen in Zahnds Aufgabengebiet.

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