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Nissan Leaf: Zuverlässige Akkus

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Nissan freut sich über eine hohe Zuverlässigkeit der Antriebsakkus bei seinem Elektromodell Leaf. Laut Unternehmensangaben schlägt der E-Antrieb die konventionellen Aggregate um Längen.

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Der Nissan Leaf zeigt, dass Elektroantriebe zuverlässig arbeiten.
Der Nissan Leaf zeigt, dass Elektroantriebe zuverlässig arbeiten.
(Foto: Nissan)

Vor fünf Jahren hat Nissan das Elektroauto Leaf auf den Markt gebracht. Zeit für den Hersteller, eine Bilanz zur Zuverlässigkeit der Antriebsakkus zu ziehen. Und die fällt laut Unternehmensangaben äußerst positiv aus: 99,99 Prozent aller Batterien der rein elektrisch angetriebenen Familienlimousine seien weiterhin voll funktionstüchtig. 35.000 Leaf fahren derzeit allein auf Europas Straßen.

Skeptiker prognostizierten bei der Einführung der Serien-E-Fahrzeuge, dass die Batterien wahrscheinlich nach drei bis fünf Jahren komplett ausgetauscht werden müssten oder aber ihre Speicherkapazität bei Modellen mit hoher Laufleistung schon im ersten Jahr deutlich absinke.

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Beides ist laut Nissan nicht eingetreten. Vielmehr sei die Ausfall- oder Fehlerquote der Stromspeicher mit unter 0,01 Prozent kaum messbar. Insgesamt verzeichnete Nissan drei fehlerhafte Batterien – ein Bruchteil der Pannen, die jedes Jahr bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren auftreten. So ergaben beispielsweise Analysen des britischen Versicherungsunternehmens Warranty Direct zur Fehlerhäufigkeit von Verbrennern, dass 0,255 Prozent der untersuchten Fahrzeuge wegen Problemen im Antriebsstrang liegenblieben. Die häufigsten Gründe waren Kühllecks, undichte Zylinderkopfdichtungen und Wassereinbrüche im Motorraum. Die Erhebung fand auf Basis von 50.000 zwischen drei und sechs Jahre alten Autos statt und erfasste einen Zeitraum von fünf Jahren.

Eine Milliarde Kilometer

Der Nissan Leaf wurde 2010 als eines der ersten Großserienfahrzeuge mit rein batterieelektrischem Betrieb vorgestellt. Die für den europäischen Markt in Sunderland gefertigte Limousine ist mit über 165.000 verkauften Einheiten eines der erfolgreichsten Elektroautos weltweit. Zusammengenommen haben Leaf-Besitzer rund um den Globus bislang eine Milliarde Kilometer abgespult. Der Wagen ist bereits in der zweiten Generation auf dem Markt.

Der Einstiegspreis des Leaf inklusive Batterie beträgt 29.690 Euro. Seit dem Start der zweiten Generation bietet Nissan das Modell auch mit einer Batterie-Miet-Option an. Kunden können die Lithium-Ionen-Batterie zum Beispiel für eine Monatsgebühr von 79 Euro für 36 Monate inklusive 12.500 Kilometer jährlich mieten. Die Anschaffungskosten reduzieren sich auf diese Weise um 5.900 auf 23.790 Euro.

Der Mietvertrag beinhaltet neben einem Mobilitätsservice im Schadensfall eine Garantie auf die Batterie. Sie gewährleistet, dass der Spannungsspeicher nach fünf Jahren oder 100.000 Kilometern mindestens 75 Prozent (neun von zwölf Balken in der Anzeige) seiner Gesamtkapazität behält.

Im neuen europäischen Fahrzyklus NEFZ soll eine Batterieladung nun für 199 Kilometer reichen. Bei der ersten Generation waren es noch 175 Kilometer.

Der Leaf ist an sogenannten Chademo-Säulen schnelladefähig. An diesen Stationen kann der Akku innerhalb von 30 Minuten auf 80 Prozent seiner Kapazität aufgeladen werden. Alle Leafs aus der europäischen Produktion sind außerdem „Vehicle-2-Grid“-fähig. Das heißt, sie können an einem Chademo-DC-Schnellladeanschluss auch Strom ins Netz zurückspeisen. Dadurch lässt sich die Traktionsbatterie als Pufferspeicher, zum Beispiel für erneuerbare Energien, nutzen.

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