In der Produktkommunikation setzt Nissan auf die inneren Werte: „Er kombiniert hohe Wendigkeit mit spritzigen Fahrleistungen und außergewöhnlich niedrigen Verbräuchen und Abgasemissionen“, beschreibt Nissan-Produktchef Andy Palmer, die Pluspunkte des Micra. Als erstes Modell des Herstellers treibt ihn ein Dreizylinder-Benzinmotor an, der offiziell 115 g CO2/km ausstößt. Das Aggregat, ein Saugmotor, leistet 59 kW /80 PS. Nach Angaben des Herstellers sind die Emissionen damit um 25 Prozent gegenüber dem 1,2-Liter-Motor des Micra III zurückgegangen.
Eine deutlich höhere Argumentationswirkung im Verkauf dürfte aber das zweite Aggregat entfalten, das jedoch erst im Herbst in den Verkauf kommt: Der Direkteinspritzer, der mit Hilfe eines Kompressors 72 kW / 98 PS entwickelt, soll dann nur noch 95 g/km ausstoßen. Dafür verzichtet der Hersteller generell und bewusst auf den auf dem europäischen Markt wichtigen Dieselmotor.
Motor: Wenig Verbrauch ohne Kostenexplosion
„Mit dem Wissen um diese Leistung trafen wir die Entscheidung, beim neuen Micra auf einen Diesel zu verzichten“, sagt Pierre Loing, Vice President Produktplanung, Nissan Europe. Der Direkteinspritzer verbinde dieselartige Verbräuche mit der Leistungscharakteristik und der Laufkultur von Benzinern. Vor allem entfalle für den Kunden der Preisaufschlag für den Dieselantrieb.
Der sinkende Verbrauch ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass Effizienzgewinne nicht wie so oft durch Zuwächse an Gewicht und Größe aufgezehrt werden. Die vierte Generation des Micra bleibt ein Stadtwagen in handlichem Format. Er kommt auf eine Länge von 3.780 Millimeter (+61 mm) eine Breite von 1.675 Millimeter (+15 mm) und eine Höhe von 1.525 Millimeter (-15 mm). Der genormte Stauraum beträgt 265 Liter, das Leergewicht 985 Kilogramm.
Zwei Getriebe, drei Baureihen
Neben dem Fünfganggetriebe bietet Nissan für den Micra IV ein stufenloses CVT-Getriebe an. Ein nach Herstellerangaben weltweit zum ersten Mal installiertes zusätzliches Planetenradgetriebe ermöglicht eine mit 7,3:1 deutlich größere Übersetzungs-Spreizung. Die Verwendung des Planetenradgetriebes gestattet den Einsatz kleinerer Riemenscheiben. Als Vorteil ergibt sich ein größerer Abstand zwischen den Scheiben und dem Getriebeöl-Reservoir. Weil so weniger Öl durch bewegliche Teile „umgerührt“ wird, sinken die Reibungsverluste. Der CO2-Ausstoß gegenüber dem manuellen Getriebe steigt dennoch um 10 g/km, beim kommenden Direkteinspritzer sollen es sogar 23 g/km sein.
Angeboten wird der neue Kleine in drei Baureihen. Oberhalb der Basisversion Visia ist die mittlere Line Acenta positioniert, auf die dann die Top-Version Tekna folgt, wobei die äußerlichen gering sind. Stehen Visia-Modelle noch auf 14 Zoll großen Stahlfelgen, haben Acenta-Micras wird ab Werk 15-Zoll-Stahlfelgen, eine schwarz getönten B-Säule, Türgriffe, Spiegel und Rammschutzleisten sind in der Wagenfarbe statt in schwarzem Kunststoff gehalten. Beim Tekna ist zusätzlich der untere Kühllufteinlass mit einer Chromleiste eingefasst, rechts und links davon sitzen serienmäßige Nebelscheinwerfer.
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