Nissan Micra: Erfolge sind Pflicht
Die vierte Generation des Micra nimmt den Absatzwettbewerb optisch eher unauffällig auf. Das ist laut Nissan so gewollt, denn die Zielgruppe ist breit gefächert. Und die Händler sollen bzw. müssen viel verkaufen.
Die Ziele für die vierte Generation des Micra sind hoch gesteckt. Nissan Center Europe (NCE) erwartet von seinen Vertriebspartnern gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine deutliche Absatzsteigerung des Kleinwagens im Geschäftsjahr 2011/2012, das am 1. April startet. Bedeutsam ist das Modell ebenso für den Handel, immerhin war bis vor kurzem fast jeder dritte Nissan-Neuwagen ein Micra. Wegen des um einige Wochen verschobenen Modellwechsels waren es in den letzten Monaten deutlich weniger Einheiten.
Der Tag der offenen Tür am 19. März bei vielen Nissan-Händlern gab nun den endgültigen Startschuss für das Einstiegsmodell, das auch durch die Erdbebenkatastrophe in Japan zunächst nicht ausgebremst wird. Gebaut wird das Auto für den europäischen Markt nach Angaben der NCE-Zentrale in Indien. Die Lieferfähigkeit ist zunächst also gesichert, soweit die Teileproduzenten arbeiten. Nun muss die Nachfrage stimmen.
Auto für Mann und Frau
Generell hat Nissan den Micra gegenüber dem Vorgänger breiter positioniert. Hatte sich die dritte Generation des Micra mit seinen runden Formen letztlich als Frauenauto etabliert, versteht der Hersteller den Nachfolger nun als „Auto für alle“.
Diese Positionierung ist sicher nicht verkehrt, wenn das Modell rund 3.500 zusätzliche Neukunden gewinnen soll, die im Micra-Fall wohl weniger im Flottenkundengeschäft (einem der von NCE definierten Wachstumsfelder) zu finden sein werden. Andererseits polarisiert das als Weltauto konzipierte und in 160 Ländern angebotene Fahrzeug weniger, ist austauschbarer geworden. „Die Revolution beim Micra fehlt, er hat optisch kein Alleinstellungsmerkmal wie der Vorgänger“, sagt etwa Markus Walter, Nissan-Händler aus Pforzheim.
Verkauf läuft langsam an
Insgesamt geht „die Tendenz nach oben“, sagt Peter Gerards, Präsident des Nissan-Händlerverbands. Zuletzt hatte der Tag der offenen Tür und die Vorstellung des Sondermodells Connect Edition inklusive des iPhone4 für eine Nachfragebelebung gesorgt. Das Angebot gilt für Kaufverträge, die bis zum 31. März 2011 abgeschlossen werden. „Das Auto ist nicht schlecht, wenn der Preis passt geht es auch.“
Laut Liste geht es bei 10.740 Euro los für das Visia-Modell in der Grundausstattung los. Im Handel wird der Startpreis allerdings durchaus als zu hoch angesehen. Wettbewerber seien noch unter der 10.000-Euro-Grenze zu haben. Aus Sicht des Handels wären Verkaufsförderprogramme notwendig. Für den Acenta zahlt der Kunde 13.240 Euro, für die Tekna-Version sind 15.440 Euro fällig.
Die Technik des Micra IV
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