Nissan: Neues Showroomkonzept ab 2015

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Der Importeur will wachsen. Für die Nissan-Partner bedeutet das Investitionen in die Verkaufsräume. Doch auch Nissan selbst will Geld in die Hand nehmen.

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Der Vertriebs- und Marketingchef von Nissan Europe, Guillaume Cartier, fordert von den deutschen Händlern einen Beitrag zum angestrebten Absatzwachstum.
Der Vertriebs- und Marketingchef von Nissan Europe, Guillaume Cartier, fordert von den deutschen Händlern einen Beitrag zum angestrebten Absatzwachstum.
(Foto: Nissan)

Nissan erwartet ein weiteres Absatzwachstum in Europa. Dazu soll insbesondere der deutsche Markt, der größte Einzelmarkt des Kontinents, deutlich mehr Stückzahlen liefern als bisher. Gelingen solle das durch den weiteren Ausbau des Netzes, eine Qualifizierung der Händler und ein neues Showroom-Konzept, sagte Guillaume Cartier, Vertriebs- und Marketingchef von Nissan Europe, am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Brühl.

Bis Anfang 2017 soll das Vertriebsnetz weitgehend umgestellt sein, machte Cartier deutlich. Vorgesehen sind derzeit Abstufungen nach der Größe und dem lokalen Markt der Händler, sprich ob sie in Metro-Märkten, im städtischen Umfeld oder in ländlichen Gebieten aktiv sind. Anfang des kommenden Jahres werde man das Konzept auch mit dem Händlerverband diskutieren, kündigte Thomas Hausch, Geschäftsführer von Nissan Center Europe, an.

Ziel des neuen Konzepts ist es, mehr Publikumsverkehr in die Verkaufsräume zu bringen. „Wir orientieren uns an Konzepten erfolgreicher Marken wie etwa Apple“, sagte Hausch. Ein Kernpunkt ist beispielsweise, Kommunikationsbarrieren zwischen Interessenten und Verkäufern abzubauen. Mit der Neuerung stehen die deutschen Händler dabei nicht allein, das Konzept soll europaweit umgesetzt werden. Erste Pilotbetriebe arbeiten bereits in Spanien und Russland, in Deutschland werden erste Erfahrungen bei dem neu eingesetzten Vertriebspartner BK Motors in Essen sowie einem kleineren Betrieb in Limburg gesammelt.

Um das Netz weiter zu qualifizieren – eine Netzkündigung schloss Hausch aus – soll zudem das seit dem Frühjahr laufende Patenschaftsprogramm fortgeführt werden. Betriebe, die im Verkauf oder Aftersales unterdurchschnittliche Ergebnisse einfahren, erhalten dazu einen Paten aus der Nissan-Zentrale in Brühl zur Seite gestellt, um gemeinsam die Ursachen zu identifizieren und abzustellen.

Derzeit erreicht Nissan in Europa (inklusive Russland) einen Marktanteil von knapp vier Prozent, im Acea-Raum sind es 3,7 Prozent. Bis 2017 peilt Cartier einen Anteil von 5 Prozent an. Dazu beitragen sollen die zuletzt neu eingeführten Modellgenerationen sowie neue Produkte wie der Pulsar. Das Marktpotenzial der Modelle sei noch nicht ausgereizt. Dazu komme, dass Nissan in die Marken- und Produktbekanntheit investiere, auch das Sponsoring der Champions League werde erheblich zur Wahrnehmung der Marke beitragen. Für Deutschland kündigte Hausch eine Erhöhung des Marketingetats an.

Nissan Nismo: Sportliche Emotionen aus Japan
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Geht es nach Hausch, wird die Emotionalisierung durch das Fußball-Sponsoring durch einen weiteren Aspekt im Handel weitergedreht: mit einem Fokus auf die sportliche Seite von Nissan, die Nismo-Modelle. Derzeit gibt es Nismo-Varianten eher von Nischen-Fahrzeugen: vom GT-R, vom 370 Z, aber auch vom Juke. Weitere sollen jedoch folgen. Ein Nismo-Modell im Showroom zu haben, will Nissan derzeit zwar nicht vorschreiben – wie es etwa für Elektromodelle der Fall ist. „Doch ich würde es jedem Händler wärmstens empfehlen“, sagte Hausch.

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