Nissan-Rückruf: Airbag-Tausch im Micra

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Eine mögliche Rissbildung beim Entfalten des Luftkissens auf der Beifahrerseite sorgt für Arbeit in den Vertragswerkstätten. Von den 82.000 betroffenen Kleinwagen sind rund 9.600 in Deutschland registriert.

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Beim Nissan Micra wurde ein Brandloch im Beifahrerairbag entdeckt.
Beim Nissan Micra wurde ein Brandloch im Beifahrerairbag entdeckt.
(Bild: Nissan)

Kleiner Riss, große Wirkung: Weil bei Routinetests des Zulieferers ein kleines Brandloch im Beifahrerairbag entdeckt worden ist, holt Nissan etwas über 82.000 Exemplare des Micra zum Tausch des Luftkissens in die Vertragswerkstatt, den Großteil davon in Europa. In Deutschland müssen 9.566 Halter eines Kleinwagens aus dem Bauzeitraum 1.10.2016 bis 14.11.2017 (Modellcode K14) zur Reparatur erscheinen, wie eine Sprecherin der deutschen Pressestelle auf Anfrage sagte. Zur Dauer der Maßnahme machte sie keine Angaben.

„Nachforschungen haben ergeben, dass die Hülle, die den Airbag bei der Entfaltung vor den heißen Gasen schützen soll, unter Umständen beim Einbau so komprimiert wurde, dass das Airbag-Material mit diesen heißen Gasen in Kontakt kommen kann“, erklärte die Sprecherin. Aus den Löchern könnten sich im schlimmsten Fall Risse entwickeln. Das Fahrzeug entspreche zwar auch dann noch den geltenden Insassenschutz-Vorschriften für den Fall eines Frontalzusammenstoßes, aber nicht mehr unbedingt den technischen Anforderungen von Nissan, betonte sie.

Die Fahrzeuge stammen nach unseren Informationen aus einem Renault-Werk in Frankreich. „Zum aktuellen Zeitpunkt liegen uns keine Informationen darüber vor, ob auch Renault-Modelle von dieser Rückrufaktion betroffen sind“, sagte Martin Zimmermann, Vorstand Kommunikation bei Renault Deutschland, auf Nachfrage.

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Freier Journalist