Nur vier von 16 Auto-Großkonzernen konnten zuletzt noch den Absatz steigern

Autor / Redakteur: dpa/cs / Christoph Seyerlein

Das zweite Quartal war für die globale Automobilindustrie kein gutes. Viele Hersteller mussten Gewinneinbußen hinnehmen, den Absatz konnten im Vergleich zum Vorjahr lediglich vier der größten 16 Konzerne steigern. Dazu zählte auch ein deutscher Autobauer.

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Die Autokonjunktur schwächelt aktuell.
Die Autokonjunktur schwächelt aktuell.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Der Abwärtstrend im Autogeschäft hat tiefe Löcher in die Bilanzen vieler Hersteller gerissen. 10 der 16 größten Autokonzerne weltweit mussten im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Insgesamt legte die Branche zwar beim Umsatz noch leicht zu, arbeitete angesichts enormer Kosten aber so wenig profitabel wie seit fast zehn Jahren nicht, hat das Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) in einer aktuellen Analyse errechnet.

Zusammengenommen gingen die operativen Gewinne demnach um 18 Prozent zurück, der weltweite Neuwagen-Absatz schrumpfte um fünf Prozent. Nur 4 der 16 Hersteller konnten im zweiten Quartal mehr Autos verkaufen als vor einem Jahr. Der Analyse zufolge waren das

  • Mitsubishi (+2 %),
  • Honda (+1 %),
  • Toyota (+4 %) und
  • BMW (+2 %).

Der Auswertung zufolge lag Toyota im zweiten Quartal mit knapp 2,71 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen weltweit an der Spitze und übertraf auch Volkswagen. Der Wolfsburger Konzern setzte (ohne Nutzfahrzeuge) demnach rund 2,69 Millionen Neuwagen ab (-2 %). Auf Platz drei folgte General Motors mit 1,94 Millionen Einheiten (-6 %).

„Die weltweite Autoindustrie befindet sich in einer Absatz- und Gewinnkrise, die derzeit noch in erster Linie konjunkturell bedingt ist“, sagte EY-Experte Constantin Gall. Schrumpfende Absatzmärkte bedeuteten stärkeren Preisdruck und sinkende Margen – und dazu kämen dann noch die hohen Investitionen in Autonomes Fahren und Elektromobilität.

Um die noch kommenden Herausforderungen auch durch strenger werdende Emissionsgrenzwerte zu meistern, seien weitere Kooperationen und Partnerschaften zu erwarten, sagte Gall.

EY: Perspektiven für deutsche Hersteller nicht so schlecht

Für die deutsche Autoindustrie sehen die Berater trotz schwacher Zahlen – Daimler machte gar Verlust im zweiten Quartal – aber durchaus gute Perspektiven. Das Absatzminus falle vergleichsweise klein aus, für die schwache Gewinnentwicklung seien insbesondere Einmaleffekte verantwortlich. „Die deutschen Konzerne haben zuletzt in großem Stil Altlasten aus der Bilanz geräumt“, sagte EY-Experte Peter Fuß. Operativ laufe es hingegen nicht schlecht.

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