Opel Corsa: Bestseller mit Erfolgszwang

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Auch im Hinblick auf die zahlreichen nutzwertigen Extras kann man eigentlich kaum glauben, dass man im Kleinwagensegment unterwegs ist: Einparkautomatik, Parkpilot, Rückfahrkamera, Spurhalteassistent, Fernlichtassistent, Verkehrszeichenerkennung, Toter-Winkel-Warner, Xenonlicht, beheizbares Lenkrad, beheizbare Frontscheibe, Kollisionswarner und Tempomat können zumeist im Rahmen von Ausstattungspaketen hinzu bestellt werden. Natürlich gibt's auf Wunsch auch eine Klimaautomatik oder ein elektrisches Schiebedach.

Zahlreiche Antriebsoptionen

Der Corsa kommt mit zahlreichen neuen und auch bereits bekannten Antriebsoptionen. Zur Pressevorführung konnte unter anderem der neue Einliter-Dreizylinder mit Turbo und Direkteinspritzung in der stärkeren Version (85 kW/ 115 PS) getestet werden. An Spritzigkeit könnte das Aggregat gerne noch ein wenig mehr versprühen – die 170 Newtonmeter, die über einen breiten Drehzahlbereich zur Verfügung stehen, reichen aber für durchschnittlich dynamik-affine Kleinwagenfahrer allemal aus. Eine wahre Freude ist das ebenfalls neue Sechsgang-Getriebe, der Hebel lässt sich genau und schnell führen, die Schaltbewegung endet dennoch sanft gedämpft – die Ausführung macht einfach Spaß. Das Aggregat klingt nicht ausgesprochen dreizylindrig, auch in Sachen Vibrationen gibt es nichts auszusetzen – dafür sorgen eine Ausgleichswelle und die gute Dämmung des Innenraums.

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Spürbar agiler unterwegs ist man beispielsweise mit dem geringfügig durstigeren 1,4-Liter-Turbobenziner. Der Sauger leistet 74 kW/100 PS und liefert – Hubraum sei Dank – satte 200 Newtonmeter ab etwa 1.800 Umdrehungen ab. In Verbindung mit dem über neue Komponenten aufgebauten und straff abgestimmten Fahrwerk macht es Freude, den neuen Corsa durch kurviges Gelände zu scheuchen. Die Lenkung arbeitet dabei direkt und gibt ausreichendes Feedback.

Alles in allem bekommen die Händler ein Produkt, das zweifellos das Potenzial hat, an die Erfolgsgeschichte der Vorgängergenerationen anzuknüpfen. So werden auf die bislang verkauften 12,4 Millionen Modelle hoffentlich noch etliche folgen. Gerne in der ersten Phase des Modellzyklus, denn die wird sich noch auswirken auf die für 2016 angekündigte Zwischenwertung von General Motors, zu der von Rüsselsheim die Rückkehr in die Gewinnzone erwartet wird.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«