Acea Pkw-Neuzulassungen in Europa hinken weiter hinterher

Autor: Jens Rehberg

Die Lage auf dem europäischen Neuwagenmarkt ist angesichts anhaltender, regional unterschiedlicher Lockdowns und steigender Infektionszahlen weiter brisant. Zumindest auf dem Papier werden die nackten Zahlen in Kürze etwas besser aussehen.

(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Der europäische Pkw-Markt steht weiter deutlich unter dem Einfluss der Corona-Krise. Im Februar gingen die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20,3 Prozent auf 850.170 Autos zurück, wie der europäische Herstellerverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Damit war der vergangene Monat der schwächste Februar seit 2013.

Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und andere Unsicherheiten lasteten weiter stark auf der Nachfrage, hieß es vom Verband. Nach den ersten beiden Monaten steht nun für das Gesamtjahr ein Minus von 23,1 Prozent in den Büchern.

In allen größeren Märkten fielen prozentual zweistellige Rückgänge an, am besten sah noch Italien mit minus 12 Prozent aus. Deutschland und Frankreich lagen jeweils bei einem Minus um 20 Prozent, Großbritannien bei minus 35,5 und Spanien bei minus 38 Prozent.

Unter den deutschen Herstellern fuhr Volkswagen ein Neuzulassungsminus von 19 Prozent ein, BMW (inklusive Mini) stand mit minus 13 Prozent besser da. Von Daimler wurden in Europa im Februar gut ein Fünftel weniger Fahrzeuge angemeldet. Opel/Vauxhall verzeichneten einen Rückgang von rund 28 Prozent zum Vorjahresmonat.

Volvo sticht heraus

Volvo schaffte es erneut als einziges Volumenfabrikat, seine Neuzulassungszahlen europaweit (23.354 Einheiten) trotz aller Widrigkeiten auf dem Niveau des Vorjahresmonats zu halten. Die Schweden gewannen damit einen halben Prozentpunkt an Marktanteil und stehen aktuell bei 2,8 Prozent.

In Europa war der Markt im vergangenen Jahr mit ersten Lockdowns vor allem ab März und noch stärker im April eingebrochen, in den ersten beiden Jahresmonaten 2020 waren die Auswirkungen der Pandemie jedoch noch kaum spürbar. In den kommenden Monaten dürften die Zahlen weniger dramatisch aussehen, da ab März als Vorjahreswerte nur niedrige Zahlen vorliegen.

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Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«