Fahrer-Rowdytum Polizei-Razzia gegen teure Sportwagen

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

Bei einer Großrazzia in London stellt die Polizei 90 Fahrzeuge sicher – darunter einen seltenen Ferrari. Ziel der Aktion: ein Zeichen gegen gefährliches Fahren setzen.

Die Londoner Polizei geht rigoros gegen Verkehrssünder vor. Unter den betroffenen Fahrern war der Halter eines Ferrari Monza SP2.(Bild:  Metropolitan Police London)
Die Londoner Polizei geht rigoros gegen Verkehrssünder vor. Unter den betroffenen Fahrern war der Halter eines Ferrari Monza SP2.
(Bild: Metropolitan Police London)

Die Londoner Metropolitan Police (Met) ist am Wochenende gegen eine Gruppe von rücksichtslosen Autofahrern mit teuren Sportwagen vorgegangen. Zwischen dem 7. und 9. August beschlagnahmten die Beamten laut einer Mitteilung 90 Fahrzeuge – darunter einen 3,7 Millionen Pfund (4,1 Mio. Euro) teureren Ferrari Monza SP2. Gegen die Halter wird ermittelt wegen fehlender Versicherungen sowie rücksichtslosem Fahren in den Stadtteilen Hyde Park, Kensington und Chelsea.

Insgesamt beziffert die Polizei den Wert der sichergestellten Fahrzeuge auf mehr als 9 Millionen Euro. Dies sei der höchste Wert an Fahrzeugen, die in den zurückliegenden fünf Jahren beschlagnahmt wurden, seitdem die Beamten härter gegen rücksichtsloses Fahren vorgehen können. Damals hatte die „Met“ die Befugnis erhalten, Fahrzeuge zu beschlagnahmen, statt die Fahrer nur wegen einer Ordnungswidrigkeit zu belangen. Voraussetzung ist ein Verhalten, das in der Bevölkerung „Angst, Bedrängnis oder Verärgerung“ verursacht.

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Das Sahnestück der Sicherstellungen, der Ferrari Monza SP2, befand sich den Recherchen der Polizei zufolge erst seit einem Tag im Vereinigten Königreich. Der Fahrer hatte keine Versicherung, zudem wurden Unregelmäßigkeiten mit dem Führerschein festgestellt. Der exklusive Sportwagen war einer von nur 499 produzierten Modellen der italienischen Nobelmarke.

„Wir hören regelmäßig von Einheimischen, die es satt haben, dass Leute in der Gegend gefährlich Auto fahren oder Modifikationen vornehmen, die sie zu einer Belästigung für die Anwohner machen“, erläuterte Einsatzleiter Special Chief Inspector Geoff Tatman den Hintergrund der Aktion. Man wolle damit ein Zeichen senden, dass „wir unsere Straßen sicher halten und rücksichtsloses und gefährliches Verhalten nicht dulden“. Jede Woche werde im Vereinigten Königreich ein Mensch von einem nicht versicherten Fahrer getötet.

An der Operation waren 120 Beamte beteiligt. Neben der Eindämmung des Rowdytums deckten die Beamten noch einige kriminelle Aktivitäten auf:

  • Ein Mann, der 19 Bankkarten auf andere Namen und mehr als 2.500 Pfund Bargeld mit sich führte, wurde wegen des Verdachts auf Hehlerei und Geldwäsche verhaftet.
  • Ein Mann wurde wegen des Verdachts auf Drogenhandel verhaftet.
  • Ein Mann wurde wegen des Verdachts auf einen Einwanderungsdelikt festgesetzt.

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