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Porsche erhöht Beteiligung an Rimac

| Autor / Redakteur: ampnet / Andreas Grimm

Porsche erhöht seinen Anteil am kroatischen Sportwagenhersteller auf 15,5 Prozent. Die Unternehmen wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich der Batterietechnik ausbauen. Für Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke hat die Verbindung enormes Potenzial.

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Porsche hat hat seine Anteile an der Sportwagenfirma Rimac Automobili auf 15,5 Prozent erhöht.
Porsche hat hat seine Anteile an der Sportwagenfirma Rimac Automobili auf 15,5 Prozent erhöht.
(Bild: Rimac)

Porsche hat seine Anteile an der Sportwagenfirma Rimac Automobili auf 15,5 Prozent erhöht. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller hatte bereits im Juni 2018 zehn Prozent an Rimac übernommen und baut nun die bereits bestehende Partnerschaft weiter aus. Das kroatische Unternehmen entwickelt und produziert Komponenten für die Elektromobilität und stellt selbst elektrisch angetriebene Supersportwagen her.

Im Mai dieses Jahres hatte zudem der Hyundai-Kia-Konzern 80 Millionen Euro in das Unternehmen investiert. Man gehe eine strategische Partnerschaft ein, um in der Entwicklung leistungsstarker Elektroautos zusammenzuarbeiten, hieß es damals.

Die Porsche-Führung verspricht sich weitere Impulse von der vertieften Zusammenarbeit. Man begleite „Rimac seit einem Jahr in seiner positiven Entwicklung“, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und IT bei Porsche. „Uns war schnell klar, dass Porsche und Rimac viel voneinander lernen können. Deshalb haben wir jetzt unsere Anteile erhöht und bauen unsere Zusammenarbeit im Bereich der Batterietechnik aus.“

Der Gründer Mate Rimac (31) begann 2009 in einer Garage, an seiner Vision eines schnellen, elektrisch angetriebenen Sportwagens zu arbeiten. Zuletzt hat Rimac auf dem Genfer Autosalon im März 2018 sein Elektro-Fahrzeug „C-Two“ präsentiert. Der Zweisitzer leistet knapp 2.000 PS und kommt auf eine Spitzengeschwindigkeit von 412 Kilometer pro Stunde. Er besitzt eine Reichweite von 650 Kilometern (NEFZ) und kann durch ein 250 kW-Schnellladesystem innerhalb einer halben Stunde auf 80 Prozent der Akkuladung geladen werden.

Darüber hinaus entwickelt und produziert das Unternehmen elektrische Hochleistungsantriebe und Batteriesysteme. Das Unternehmen mit Sitz in Zagreb beschäftigt rund 550 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte von Rimac liegen auf der Batterietechnik im Hochspannungsbereich, dem Elektroantrieb sowie der Entwicklung von digitalen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine (HMI). Außerdem ist das Unternehmen in der Entwicklung und Produktion von E-Bikes aktiv. Dieses Geschäft wurde 2013 in der Tochterfirma Greyp Bikes ausgegründet.

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