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Post stellt Streetscooter auf den Prüfstand

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Die Zukunft des E-Auto-Herstellers soll noch in diesem Jahr geprüft werden. Das erklärte das Mutterunternehmen Deutsche Post, nachdem in der vergangenen Woche der letzte Streetscooter-Gründer das Unternehmen verlassen hatte.

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Die Deutsche Post will in diesem Jahr Streetscooter auf den Prüfstand stellen.
Die Deutsche Post will in diesem Jahr Streetscooter auf den Prüfstand stellen.
(Bild: Streetscooter)

Die Deutsche Post hält sich mit Blick auf die Zukunft des elektrischen Paketautos Streetscooter bedeckt. „Wir prüfen, wie sich Streetscooter gut und profitabel weiterentwickeln kann. Da gibt es unterschiedliche Optionen. Wir werden im Verlauf dieses Jahres schauen, wo wir hinwollen“, sagte die Finanzchefin des Dax-Konzerns, Melanie Kreis, der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagausgabe) und bestätigte damit die jüngsten Aussagen von Unternehmenschef Frank Appel. Der Streetscooter sei zunächst einmal ein wichtiges Betriebsmittel. „Wir haben inzwischen mehr als 9.000 erfolgreich im Einsatz, das ist gut für die Umwelt. Es gibt auch externes Interesse an Streetscootern.“

Am Freitag war bekannt geworden, dass die Post-Tochter Streetscooter künftig ohne den letzten verbliebenen Gründer des Elektroauto-Herstellers klarkommen muss. Achim Kampker habe das Unternehmen rückwirkend zum 1. April verlassen, um wieder als Professor an die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen zu arbeiten. In deren Umfeld war das Projekt Streetscooter im Jahr 2010 entstanden. 2014 kaufte die Deutsche Post die Firma, um ihre Flotte mit eigenen Elektrotransportern klimaschonender zu gestalten.

Streetscooter Work XL: Der Elektro-Transit
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Streetscooter hat nach eigenen Angaben rund 500 Mitarbeiter in seiner Zentrale in Aachen, wo zum Beispiel die Entwicklungsabteilung und der Vertrieb angesiedelt sind. An zwei Werken - ebenfalls in Aachen und in Düren - sind zudem insgesamt rund 500 Mitarbeiter von externen Firmen tätig, die im Auftrag von Streetscooter die Fahrzeuge fertigen. Zudem baut die Firma in Zusammenarbeit mit Ford in Köln einen großen Elektro-Transporter. Der E-Transporter galt lange Zeit als Vorzeigeprojekt der Deutschen Post, das der Konzern mit viel PR-Maßnahmen begleitete.

Die Post wurde vielfach dafür gelobt, eine E-Alternative für seine Transporter abseits der traditionellen Hersteller auf die Straße gebracht zu haben. Doch zuletzt gab es vermehrt Probleme und kritische Stimmen. So mussten zuletzt einige hunderte Fahrzeuge wegen Brandgefahr vorübergehend aus dem Verkehr gezogen werden. Zudem ist die Reichweite des Fahrzeugs nicht allzu hoch, die Ladezeiten sind lang und der Komfort für die Fahrer gering. Eine Weiterentwicklung würde viel Geld kosten. Appel habe es versäumt, geeignete Partner an Bord zu holen oder die Tochter weiterzureichen, monierten einige Analysten zuletzt.

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