PSA-Partner stellen sich neu auf

Citroën- und DS-Händlerverband nimmt Peugeot-Partner auf

| Autor: Christoph Baeuchle

Spielt auch beim neu aufgestellten VCDP eine Führungsrolle: der bisherige VDC-Vorsitzende Thomas Kramer.
Spielt auch beim neu aufgestellten VCDP eine Führungsrolle: der bisherige VDC-Vorsitzende Thomas Kramer. (Bild: privat)

Der Verband Deutscher Citroën- und DS-Vertragspartner (VDC) hat sich neu aufgestellt: Auf ihrer zweitägigen Mitgliederversammlung hat sich die Organisation eine neue Struktur verpasst und ihr Führungsteam neu gewählt.

Zudem hat sich der Verband umbenannt: Die Aufnahme von Peugeot-Partnern spiegelt sich nun auch im Namen wider. Künftig nennt sich die Organisation „Verband Deutscher Citroën-, DS- & Peugeot-Vertragspartner (VCDP)“.

Die rund 250 Partner, die sich in Hamburg getroffen haben, stimmten der Öffnung des Verbands mit drei Gegenstimmen zu. Im Verband der Peugeot-Partner Deutschlands (VPPD) herrscht seit Längerem Uneinigkeit. Anfang des Jahres haben sich rund 70 Peugeot-Partner zusammengeschlossen und direkt das Gespräch mit dem Importeur gesucht.

Führungsteam des VCDP: (v. li.) Wilfried Luxen, Michael Rüschendorf, Bernd Merz, Kristian Postert, Sven Schrader, David Winter, Stephan Wachalski, Tom Rick, Thomas Kramer, Peter Gerards, Marc Voß, Ubbo Latajka und Felix Babilas.
Führungsteam des VCDP: (v. li.) Wilfried Luxen, Michael Rüschendorf, Bernd Merz, Kristian Postert, Sven Schrader, David Winter, Stephan Wachalski, Tom Rick, Thomas Kramer, Peter Gerards, Marc Voß, Ubbo Latajka und Felix Babilas. (Bild: VCDP)

Künftig vier autarke Bereiche

Sie verhandelten Themen auf eigene Faust und haben den Kontakt zum VDC gesucht. Für die Aufnahme der Peugeot-Partner musste der Citroën- und DS-Händlerverband seine Strukturen und seine Satzung anpassen. Künftig wird es unter der Führung des Vorsitzenden vier völlig autark arbeitende Bereiche geben: Citroën, DS, Peugeot und Aftersales.

„Die Unterschiede in den Systemen bei den Marken werden immer geringer, der Bereich Aftersales ist bereits weitestgehend harmonisiert, deshalb wird es immer wichtiger, dass alle Marken gut vertreten und vernetzt sind. Jede Marke wird zukünftig autark vertreten, und die jeweiligen Markensprecher sind für die zuständige Marke laut Satzung einzelvertretungsberechtigt“, erläutert Thomas Kramer (K & M Automobile), bisheriger VDC-Vorsitzender und neu gewählter Vorsitzender des VCDP. Insofern seien die Reorganisation des Verbands und somit die Öffnung für die Peugeot-Partner alternativlos gewesen.

Den vier autarken Bereichen stehen folgende Sprecher vor: Tom Rick/Citroën (Autohaus Schorn), David Winter/DS Automobiles (Häusler Automobile), Peter Gerards/Peugeot (Auto-Parc-France) und Ubbo Latajka/Aftersales (Autohof Hansastraße).

Den VCDP-Vorstand komplettieren Felix Babilas (Autohaus Pflanz), Wilfried Luxen (Thüllen Auto France), Bernd Merz (Autohaus Karl Merz), Kristian Postert (Autohaus Postert), Michael Rüschendorf (Autohaus Lütke Uphues), Sven Schrader (Auto Schrader) und Stephan Wachalski (Autoland FF).

Peugeot will Situation analysieren

Bei Peugeot Deutschland sieht man sich nun zwei Partner-Verbänden gegenübergestellt. „Wir wollen uns zunächst nicht dazu äußern, sondern die Situation und deren weitere Entwicklung analysieren“, sagte eine Peugeot-Sprecherin auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Die Kommunikation mit der Spitze des Verbands der Peugeot-Partner Deutschlands (VPPD) liegt nach Angaben des Importeurs weiterhin auf Eis.

„Der VPPD sieht diese Entwicklung skeptisch. Unser Hauptanliegen ist und bleibt das Wohl der Peugeot-Vertragspartner“, so VPPD-Präsident Albert Schwinn. Vor diesem Hintergrund sei man daher nach wie vor offen für Gespräche mit dem Schwesterverband von Citroën und deren neuer Peugeot-Sparte. Der Verband verwies darauf, das Angebot für die PSA-Partner weiter ausbauen zu wollen.

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