RDKS: Noch viele Unklarheiten

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Wie groß ist der Aufwand für die Initialisierung?

Ebenso groß sind die Unterschiede bei den Initialisierungsverfahren für neu eingebaute Sensoren. Auch hier gab es teils überraschende Aussagen der auf dem Round Table Reifentechnik anwesenden Experten. So hieß es beispielsweise bei mehreren Herstellern von Reifensensoren: „Wir empfehlen, dass die Werkstatt die Initialisierung der Sensoren selbst vornimmt.“ Wie bitte? Nur eine Empfehlung? Das sollte eigentlich Pflicht sein, weil das System nicht korrekt arbeitet, wenn die Sensoren nicht ans Steuergerät angelernt sind.

Doch hier führen viele Wege nach Rom. Je nach verwendetem RDKS-Konzept im Auto gibt es die Bauarten Trigger, Highline und Lowline, die wiederum unterschiedliche Anlernprozeduren nach sich ziehen: per Diagnosegerät, durch Bedienelemente im Auto oder automatisch während der Fahrt. Eine weitere Komplikation besteht darin, dass sich Universalsensoren wie EZ oder Sens.it auf unterschiedliche Weise konfigurieren lassen:

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  • als „Klon“ des Originals, also mit der gleichen Identifikationsnummer, oder
  • als Neuteil mit einer neu erzeugten ID.

Im ersten Fall könne man auf das Anlernen verzichten, weil das Fahrzeug die ID ja bereits kennt, meinten die Schrader- und Alligator-Vertreter. Ihre Kollegen von Huf und Continental hingegen waren sich da nicht so sicher – Unklarheiten also auch hier.

Fazit: Um den Reifenwechsel schnell und vor allem wirtschaftlich durchführen zu können, muss sich die Werkstatt sehr genau über die Eigenschaften der einzelnen Sensoren informieren. Am besten ist es, auf einen Lieferanten zu vertrauen und bei dessen Produkt zum Spezialisten zu werden. Es bringt nichts, immer den jeweils billigsten Sensor zu kaufen und dann eine Stunde für die Initialisierung zu brauchen, weil man mit dem System nicht vertraut ist.

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