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Renault ruft Kangoo und Mégane RS zurück

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Beim Hochdachkombi kann das Start-Stopp-System, beim Sportwagen das Öldruckregelmagnetventil versagen. Insgesamt müssen in Deutschland etwa 2.500 Einheiten zur Reparatur.

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Etwas über 1.500 Kangoo müssen in die deutschen Werkstätten.
Etwas über 1.500 Kangoo müssen in die deutschen Werkstätten.
(Bild: Renault)

Mit den Codes „0D3M“ und „0D4W“ hat Renault zwei neue Rückrufe für den Kangoo und den Mégane RS versehen. Vom Hochdachkombi holen die Franzosen weltweit knapp 18.000 Exemplare mit dem 1,2-Liter-Benziner (Motorcode H5Ft408) und dem 1,5-Liter-Diesel (K9K628 und -48) in die Vertragsbetriebe. Etwas über 1.500 davon sind in Deutschland gemeldet. Sie stammen aus dem Produktionszeitraum 5.12.2018 bis 19.2.2019.

Bei den Fahrzeugen kann das Start-Stopp-System ausfallen, der Motor läuft dann weiter, auch wenn das Fahrzeug anhält. Der Fehler werde durch eine Warnlampe in der Instrumententafel (durchgestrichenes A) angezeigt, sagte Martin Zimmermann, Kommunikationsvorstand von Renault Deutschland auf Anfrage. Ein Softwareupdate der Zentralelektronik soll Abhilfe schaffen. Es dauert laut Hersteller etwa 25 Minuten.

Länger geht die Reparatur beim Mégane RS (vierte Generation mit Motorcode „M5P“). Von ihm müssen in Deutschland 991 und weltweit 6.719 Einheiten zwischen 1,3 und 1,5 Stunden in die Werkstatt. „Zwischen dem Gehäuse und dem Öldruckregelmagnetventil könnten sich feine Metallpartikel befinden“, begründete Zimmermann die Maßnahme. Dadurch wird der Motor unter Umständen nicht mit dem erforderlichen Öldruck beziehungsweise der nötigen Ölmenge versorgt. Mögliche Folgen: Motorklopfen bis hin zum Ausfall des Aggregats.

Auf der To-Do-Liste der Werkstatt steht die Kontrolle des Ventils und des Öldrucks, sowie eine Änderung der Ventil-Verkabelung. Bei Bedarf erfolgt ein Austausch des Öldruckmagnetventils. Dies gilt für Fahrzeuge, die zwischen 1.12.2017 und 6.5.2019 im spanischen Palencia vom Band liefen. Beide Fehler seien durch interne Qualitätskontrollen auffällig geworden. Unfälle aufgrund der Probleme sind laut Zimmermann keine bekannt.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist