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Renault Twingo Electric: Einer für die Stadt

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Den Elektroantrieb haben die Entwickler des Renault Twingo von Anfang an mitgedacht. Nun gibt es den kleinen Stromer auch endlich zu kaufen.

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Den Renault Twingo gibt es nun auch elektrisch.
Den Renault Twingo gibt es nun auch elektrisch.
(Bild: Renault)

Bei Stadtautos drängt sich ein Elektroantrieb regelrecht auf. Auch dem Renault Twingo passt der neue Motor wie angegossen. Und dank rund 190 Kilometern Reichweite und schnellem Wechselstrom-Laden ist auch der gelegentliche Wochenendausflug aufs Land kein Problem.

Zum Start gibt es zunächst ein umfangreich ausgestattetes Sondermodell für 25.666 Euro. Günstigere Varianten werden bis Jahresende nachgereicht. Auf das rund 21.000 Euro teure endgültige Basismodell müssen Kunden aber wohl noch etwas länger warten.

Renault Twingo Electric: Souverän durch den City-Verkehr
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Auch die Elektrovariante des fünftürigen Kleinstwagens teilt sich die Technik weitgehend mit dem Smart Forfour. Allerdings haben die Franzosen ihrem Modell bei gleicher Motorleistung (60 kW/82 PS) eine größere Batterie (21,4 statt 17,6 kWh) verpasst, was für eine alltagsgerechtere Reichweite von 190 Kilometern sorgt.

Auf einer ersten Testfahrt ließ sich erahnen, dass Renault dabei eher vorsichtig gerechnet hat; wer überwiegend in der Stadt unterwegs ist, dürfte auch Distanzen von 200 Kilometern und mehr ohne Stopp an der Steckdose absolvieren.

Twingo verzichtet auf schnellen Gleichstromanschluss

Beim Laden verzichtet der Twingo auf einen schnellen Gleichstromanschluss (DC), reizt im Gegenzug aber das Potenzial von Wechselstrom (AC) komplett aus. An einer geeigneten Wallbox oder Ladesäule saugt er mit 22 Kilowatt, was den Akku in rund einer Stunde zu 80 Prozent füllt. Wer an der deutlich gängigeren 11-kW-Wallbox oder -Ladesäule tankt, braucht etwas mehr als doppelt so lange. Die CCS-Schnelllader an der Autobahn sind tabu, was die Langstreckenfähigkeit des Twingo einschränkt.

Als Reiseauto für die Autobahn taugen aber auch die konventionell motorisierten Varianten wenig: Wie alle Kleinwagen sind sie für lange Touren zu laut, zu unkomfortabel und zu eng. Zumindest bei den ersten beiden Punkten bedeutet der neue E-Antrieb gegenüber den üblichen Dreizylinderbenzinern ein großes Plus.

Das leise und vibrationsarme Fahren ist im oft hektischen City-Verkehr ein echtes Wellness-Programm. Der flotte Antritt, der minimale Wendekreis (dank Heckantrieb) und die bauartbedingte Automatik dürften hingegen auch eiligeren Stadtbewohnern gefallen. Selbst auf kurzen Überlandetappen punktet der kleinste Renault, der dank des durch die Unterflur-Akkus tief platzierten Schwerpunkts sehr satt auf der Straße liegt.

Platzangebot unverändert trotz E-Antrieb

Das Platzangebot leidet unter dem neuen Antrieb nicht, da die technische Plattform von Anfang an für die Elektrifizierung vorgesehen war. Ein Raumwunder darf man auf 3,62 Metern Gesamtlänge allerdings nicht erwarten, vor allem auf den beiden Plätzen im Fond zwickt es schon Mittelgroßgewachsene. Auch der Kofferraum fällt mit gut 200 bis knapp 1.000 Liter klassentypisch klein aus. Im Cockpit gefallen die vielen Ablagen und das insgesamt freundliche Ambiente, bei der Materialqualität ist aber noch Luft nach oben.

Unterm Strich überzeugt der Renault als Stadt- oder Zweitwagen. Die Laufruhe, die Kraft und das Zusatzgewicht des E-Antriebs lassen den Twingo Electric solider und verbindlicher wirken als die konventionellen Varianten.

Dank des von Renault auf runde 10.000 Euro aufgestockten Umweltbonus liegt der Preis des Stromers auf gleichem Niveau. Dass die bei der Konkurrenz teils vorhandene DC-Schnellladefähigkeit fehlt, dürfte sich bei einem Stadtauto von vielen potenziellen Kunden verschmerzen lassen.

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