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Rückruf: Lenkung der G-Klasse kann ausfallen

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Bei Fahrzeugen aus dem Produktionszeitraum Juni 2012 bis Januar 2017 kann die Kreuzgelenkverzahnung übermäßig verschleißen. In der Folge könnten Lenkbefehle nicht mehr ausreichend übertragen werden.

Mercedes hat Probleme mit der G-Klasse. Wie viele Einheiten vom aktuellen Rückruf betroffen sind, verrät der Autobauer allerdings nicht.
Mercedes hat Probleme mit der G-Klasse. Wie viele Einheiten vom aktuellen Rückruf betroffen sind, verrät der Autobauer allerdings nicht.
(Bild: Daimler)

Wegen eines möglichen Lenkungsausfalls der G-Klasse ruft Mercedes-Benz Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum Juni 2012 bis Januar 2017 zurück. Auslöser der Aktion ist laut einem Markensprecher ein nicht ausreichendes Anzugsmoment der Verschraubung der Lenkungskupplung. Die Kreuzgelenkverzahnung könne dadurch übermäßig verschleißen. „Im Falle eines erhöhten Verschleißes der Kreuzgelenkverzahnung könnte eine Übertragung des gewünschten Lenkmomentes nicht mehr sichergestellt sein“, sagte er.

Der vorgesehene Werkstattaufenthalt für den Tausch des Kreuzgelenks der Lenkung wird den Angaben zufolge etwa 90 Minuten in Anspruch nehmen. Angaben zur betroffenen Stückzahl machte der Sprecher nicht – in der Regel ein Indiz dafür, dass ein größerer Umfang betroffen ist. In Nordamerika müssen wegen des Problems knapp 12.000 Fahrzeuge zu den Vertragspartnern. Eine ähnliche Stückzahl kann man auch für Deutschland annehmen, zumindest wenn man die Neuzulassungszahlen des KBA für den Produktionszeitraum als Maßstab nimmt.

Übrigens gibt es wegen des gleichen Problems eine kleine Rückrufaktion für C-Klasse und den GLK der Baujahre 2013 und 2014. Sie wird aber in einer separaten Aktion geführt. Hier wird das Kreuzgelenk nicht pauschal ausgetauscht, sondern die Verschraubung der Lenkungskupplung überprüft und gegebenenfalls „nachgearbeitet“, wie ein Sprecher sagte.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist