Saab-Händlerverband löst sich auf

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

Angesichts der wenigen verbliebenen Mitglieder kann der Verband die Kosten für die Geschäftsstelle nicht mehr tragen. Vorsitzender Frank Jaenicke sieht derzeit auch keine akuten Themen.

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Der Saab-Händlerverband will sich auflösen. Das bestätige der Vorsitzende des Verbands, Frank Jaenicke, am Dienstag auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Er führt dafür vor allem finanzielle Gründe an. Angesichts der sinkenden Mitgliederzahlen sei auch das Verbandsvermögen geschrumpft. Die Kosten für die Mitgliedschaft im ZDK und die dort angesiedelte Geschäftsstelle könnten künftig nicht mehr beglichen werden. Somit wäre das Weiterführen des Händlerverbands mit unverhältnismäßigen Beitragserhöhungen verbunden.

Hinzu komme, dass es kaum Themen gebe, bei denen der Verband tätig werden müsse. „Wir haben im Sommer den Servicevertrag mit auf den Weg gebracht. Damit steht das Servicegeschäft bis 2019 auf einer soliden Basis“, sagte Jaenicke. Die Zusammenarbeit mit Saab Parts beziehungsweise der Swedish Distribution Services Deutschland und insbesondere deren Geschäftsführer Jan-Philipp Schuhmacher sei dabei sehr fair und partnerschaftlich gewesen. Daher sehe er darüber hinaus zunächst keinen Handlungsbedarf mehr.

„Wir konnten alle unsere Forderungen durchsetzen“, sagte Jaenicke. So habe sich unter anderem die Kostenproblematik verbessert, die Jaenicke noch vor einem Jahr angemahnt hatte. Das System sei günstiger geworden, gleichzeitig seien die Leistungen besser.

Den erneuten Produktionsanlauf bei Saab in Schweden beobachtet Jaenicke „mit Freude“. Angedacht ist, die Fahrzeuge per Online-Direktvertrieb an den Mann zu bringen. Sollte es in Deutschland zu Auslieferungen kommen, sei eine Kooperation mit dem Handel geplant. Auch wenn auf absehbare Zeit keine großen Stückzahlen nach Deutschland kommen würden, sei vielleicht die eine oder andere Ersatzbeschaffung denkbar. Der Preis von etwa 34.000 Euro sei jedenfalls fair. „Für einen Liebhaber sind die Fahrzeuge durchaus interessant. Entscheidend wird letztlich sein, wie hoch die Qualität dieser Autos ist“, zeigte sich Jaenicke überzeugt.

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