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Scherer erweitert VW- und Audi-Präsenz in Homburg

| Autor: Andreas Grimm

Die Mehrmarkengruppe setzt die Erneuerung ihrer Standorte fort. In Homburg/Saar investierte Scherer gleich in zwei Kernmarken. Nach zwei Jahren Bauzeit fallen die größeren Präsentationsflächen und mehr Markenexklusivität ins Auge.

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620 Quadratmeter Fläche bietet der neue Audi-Terminal in Homburg.
620 Quadratmeter Fläche bietet der neue Audi-Terminal in Homburg.
(Bild: Scherer)

Die Autohausgruppe Scherer setzt die Erneuerung ihrer Autohäuser in Deutschland fort. Vergangene Woche hat die Mehrmarkengruppe ihren erweiterten und umgebauten Standort in Homburg/Saar den Kunden und 150 geladenen Gästen vorgestellt. Entstanden sind zwei Bauten für Volkswagen und Audi in der jeweiligen Marken-CI. Wichtig war Firmenchef Ernst Christian Scherer zudem, dass beide Fabrikate nun sowohl im Schauraum wie in der Werkstatt markenexklusiv auftreten.

Auslöser für die Investitionen, über deren Höhe sich das Unternehmen ausschweigt, waren ein wachsender Platzbedarf und Kundenzulauf in Vertrieb und Service. „Wir sehen, dass im Markt noch großes Potenzial ist und streben mit der neuen, deutlich verbesserten Immobiliensituation weiteres Wachstum an“, erläuterte der Firmenchef auf Nachfrage von »kfz-betrieb«. Dazu kommen die grundsätzlichen Erfordernisse der Marken hinsichtlich Digitalisierung und Elektrifizierung. Die Entscheidung zum grundlegenden Um- und Neubau fiel bereits vor drei Jahren, die Bauzeit selbst dauerte zwei Jahre.

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Entscheidend für die lange Bauphase war der Umbau im Bestand, weshalb verschiedene Betriebsteile immer wieder in Containern untergebracht werden mussten. Das bisherige VW-Haus wurde komplett abgerissen und ist teilweise aus dem alten Audi-Autohaus heraus neu entstanden, das zugleich deutlich erweitert wurde. Die Audi-Vertretung und die Audi-Werkstatt sind komplett neu gebaut. Dafür musste zudem das Grundstück durch Zukäufe angrenzender Liegenschaften vergrößert werden. Am Standort wollte Scherer aber unbedingt festhalten, da er verkehrsgünstig an einer wichtigen Einfallstraße sowie in Autobahnnähe liegt. Durch ein zusätzlich gebautes Parkdeck entstanden weitere Stellflächen.

Fertiggestellt wurde auf dem jetzt 12.500 Quadratmeter großen Grundstück ein Audi-Terminal mit 620 Quadratmetern Fläche, davon 375 Quadratmeter für den Schauraum. Darin integriert ist unter anderem eine Customer Private Lounge, wo die Kunden ihr Wunschfahrzeug digital konfigurieren und erleben können. Die neue, markenexklusive Audi-Werkstatt überbaut 550 Quadratmeter. Das VW-Gebäude hat eine Gesamtgröße von 1.600 Quadratmetern, davon sind 450 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Zudem ermöglichte die Grundstückserweiterung eine vergrößerte Gebrauchtwagenauswahl.

Insgesamt arbeiten in Homburg 65 Mitarbeiter unter der Leitung von Geschäftsführer Peter Lemke, der auch noch für die Standorte Kirkel und Neunkirchen zuständig ist. Für die neue Audi-Werkstatt wurde Personal durch Neueinstellungen und die Übernahme von Auszubildenden aufgestockt. Unter den 150 Ehrengästen der Eröffnung in Homburg waren neben dem Oberbürgermeister der Stadt, Michael Forster, auch Vertreter der beiden Marken: Mike Mahr, Leiter Handelsstrategie Audi Regionen Nord und West, sowie Carsten Matthiebe, Leiter Organisation VW Vertriebsbetreuung Serviceregion Rhein-Main.

Der Neustart in Homburg ist die dritte größere Eröffnung binnen weniger Monate. Zuvor waren im Dezember das neue Volkswagenzentrum in Wiesbaden sowie im Februar der neue Audi-Terminal am Stammsitz in Simmern in Betrieb gegangen. Für Ende April steht die Neueröffnung des Audi-Zentrums Saarbrücken im Terminkalender.

Daten zur Scherer-Gruppe

Zur Scherer-Unternehmensgruppe gehören 32 Autohäuser an 20 Standorten in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, im Saarland und in Bayern. Hier werden die Marken Audi, VW, VW Nutzfahrzeuge, Porsche, Seat, Skoda, Maserati und MAN gehandelt und servicetechnisch betreut. Ergänzt wird das Angebot durch Tankstellen und eine Autovermietung.

Die Scherer-Gruppe gehört zu den größten Autohändlern in Deutschland. Laut einer Erhebung des Instituts für Automobilwirtschaft summiert sich der Umsatz im Jahr 2017 auf 773 Millionen Euro bei 29.453 Neu- und Gebrauchtwagenverkäufen. Die Scherer-Unternehmensgruppe ist neben der Automobilbranche auch in der Bau- und Immobilienbranche tätig. Das 1937 gegründete rheinland-pfälzische Familienunternehmen beschäftigt über 1.900 Mitarbeiter.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«