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Scherer-Gruppe: Runderneuertes VW-Zentrum in Wiesbaden

| Autor: Andreas Grimm

Die Scherer-Gruppe expandiert nicht nur nach Standorten, sie baut auch ihre bestehenden Präsenzen aus. Nach einer Generalsanierung ist das Volkswagen-Zentrum in Wiesbaden nun bereit für die Anforderungen der digitalen und elektrischen Zukunft.

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In Wiesbaden hat die Scherer-Gruppe ihr runderneuertes VW-Autohaus offiziell in Betrieb genommen.
In Wiesbaden hat die Scherer-Gruppe ihr runderneuertes VW-Autohaus offiziell in Betrieb genommen.
(Bild: Scherer-Gruppe)

Die Scherer-Gruppe hat zum zweiten Mal binnen eines Jahres ihre Präsenz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ausgebaut. Nach dem Umzug des Porsche-Zentrums Ende 2017 folgte nun die Runderneuerung des Volkswagen-Zentrums. Beide Häuser sowie das Audi-Zentrum Wiesbaden werden von der Rossel & Scherer Automobil GmbH & Co. KG betrieben, an der die Scherer-Gruppe seit 2015 mehrheitlich beteiligt ist.

Ursprünglich hatte Rossel auf dem 18.000 Quadratmeter großen Areal im Süden der Stadt alle drei Marken gehandelt. Doch durch das Absatz-, Modell- und Kundenwachstum war der Platz für die drei Fabrikate zu eng geworden, vor exakt einem Jahr zog das Porsche-Zentrum in ein in Sichtweite neu gebautes Haus. Damals investierte die Scherer-Gruppe 8,5 Millionen Euro.

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Zur aktuellen Investitionssumme wollte sich die Gruppe mit Sitz in der Kleinstadt Simmern (Hunsrück) dieses Mal nicht äußern. Angesichts der Größe des Hauses – für neue und gebrauchte Fahrzeuge der Marken Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge stehen über 2.500 Quadratmeter überdachte Ausstellungsfläche zur Verfügung – dürften ebenfalls einige Millionen Euro geflossen sein. Für die Zukunft plant der Händler in dem Kfz-Betrieb, der 110 Mitarbeiter beschäftigt, den Absatz von rund 2.600 Neu- und Gebrauchtwagen.

Am Donnerstagabend gab nun ein Empfang mit knapp 150 Gästen den offiziellen Startschuss für den umfassend renovierten Betrieb. Unter den Gästen begrüßte Unternehmenschef Christian Scherer unter anderem den Oberbürgermeister der Stadt, Sven Gerich, sowie Emmerich Engels, Leiter Vertriebsorganisation Deutschland VW Pkw.

Schrittweise Neugestaltung

Den Grundstock für die jetzige Investition legte der positive Geschäftsverlauf seit dem Scherer-Einstieg vor drei Jahren. Zugleich machten die Veränderungen in der Branche den Neubau unumgänglich. Man sei nun „mit dem neuen Gebäude auf die zukünftigen Herausforderungen der Branche vorbereitet“, sagte Geschäftsleiter Zisis Bilas und spielte damit auf die Themen Digitalisierung und die Elektromobilität an.

Während des laufenden Betriebs wurde das in die Jahre gekommene VW-Autohaus zunächst im Service- und Werkstatt-Bereich modernisiert. Dann entstand, um mehr Platz zu schaffen für die Kunden, ein zusätzliches Parkdeck. Zum Abschluss wurde nun das Hauptgebäude modernisiert und erweitert, „dass man mit Fug und Recht von einem Neubau sprechen kann“, wie es in einer Pressemitteilung hieß.

Die Scherer-Gruppe vertritt in Südwest-Deutschland an 20 Standorten in 32 Autohäusern die Marken Audi, VW, VW Nutzfahrzeuge, Porsche, Seat, Skoda, Maserati und MAN. Im Jahr 2017 verkaufte das Familienunternehmen laut den Zahlen des Instituts für Automobilwirtschaft knapp 30.000 Fahrzeuge und erzielte einen Umsatz von 773 Millionen Euro in der Autosparte.

In den vergangenen Jahren war die Gruppe durch Zukäufe stark gewachsen – neben der Übernahme von Rossel war im Oktober 2017 der Kauf der Mühlenberg-Autohäuser ein großer Schritt. Zudem baut das Unternehmen durch die Schließung von Open Points in seinem Marktgebiet, speziell für Seat, seine Marktposition aus.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«