Service Award 2009: Neustart auf der grünen Wiese

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Offene Ohren

Doch die Augsburger MAN-Truppe nimmt das nicht einfach hin und kommt ihren Kunden entgegen: Bei größeren Rechnungsbeträgen gibt es ohne großes Aufheben die Möglichkeit der Ratenzahlung und speziell bei älteren Fahrzeugen greift man auch auf Ersatzteile aus dem freien Handel zurück. Zudem werden z. B. an einem Fahrzeug notwendige Reparaturen auf Wunsch nach Priorität durchgeführt – was nicht so wichtig ist, wird aufgeschoben.

„Hier die schnelle Mark zu machen, wäre kurzsichtig: Wir wollen unsere Kunden von heute auch morgen noch begrüßen können“, beschreibt der Servicechef die Lage. Neumann weiß, wie er mit der aktuellen Situation umzugehen hat. Das zeigt auch der „kostenlose Fahrzeugcheck“, den das Unternehmen in einer Aktion seinen Nfz-Kunden anbietet. „Viele sind mittlerweile so misstrauisch, die können kaum glauben, dass es auch noch etwas umsonst gibt“, sagt Neumann und betont wie wichtig der sensible Umgang mit Marketinginstrumenten ist.

Breit aufgestellt

Anders als bei den Lkw sieht es mit dem zweiten Standbein der Augsbuger Mannschaft aus: Der Bus-Bereich erfreut sich nach wie vor steigender Nachfrage – nicht nur im Verkauf, sondern auch im Service. Der bayerische Betrieb genießt einen guten Ruf, der weit über die Grenzen des Landkreises hinausreicht. „Wir haben Unternehmer, die aus München und sogar aus Köln und Berlin mit ihren Fahrzeugen zu uns kommen“, freut sich Neumann.

Auch beim Bus-Service hat sich sein Team ganz auf Kundenbedürfnisse und -wünsche eingestellt. Zwei Mitarbeiter sind fest zu den Stadtwerken abgestellt: Sie warten und reparieren die Busse gleich vor Ort. Und fällt einem Busunternehmen kurzfristig einmal ein Fahrer aus: kein Problem! Betriebsleiter Neumann klemmt sich am Wochenende persönlich hinters Steuer und hilft ganz unkompliziert aus.

Stichwort Mitarbeiter: Die freuen sich natürlich über den Umzug auf das neue Areal. Neben einer modernen Werkstatt und hellen Sozialräumen bietet das Gebäude zwei große Tagungsräume, die auch externe Firmen nutzten, um Schulungen und Informationsveranstaltungen durchzuführen. Und eigens für ihre Mechanik-Azubis hat die Neumann und seine Truppe eine eigenen Lehrraum mit Baugruppen, Schautafeln, usw. eingerichtet.

Auch andersweitig setzt sich Neumann für seine Mitarbeiter ein: Als die Zentrale zum Beispiel die Ausgaben für die betriebliche Weinachtsfeier strich, griff der Chef ohne zu überlegen ins eigene Portemonnaie. Neumann weiß, was guter Service ist – nach innen und nach außen.

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