Suchen

Skoda-Museum erinnert an lange Geschichte

Autor / Redakteur: sp-x / Steffen Dominsky

Im böhmischen Mlada Boleslav erwartet den Besucher auf mehr als 4.000 Quadratmetern die Geschichte der Marke. Mit dabei ist auch die sozialistische Vergangenheit.

Firmen zum Thema

Erzählt eine spannende Automobilgeschichte: das neue Skoda-Museum.
Erzählt eine spannende Automobilgeschichte: das neue Skoda-Museum.
(Foto: Skoda)

Seit Skoda zum VW-Konzern gehört, rückt die Marke hierzulande immer stärker ins Bewusstsein der Autofahrer. Ein Fahrzeug aus Mlada Boleslav zu fahren, gilt als „clever buy“, findet man doch unter dem konservativ-schicken Blech lupenreine Technik aus Wolfsburg. Aber Skoda scheint nicht nur eine gute Zukunft zu haben, sondern hat mit Sicherheit eine große Vergangenheit. Auf diese Historie macht ein neu gestaltetes Museum im Heimatort der Marke aufmerksam.

Im Inneren des vollkommen neu gestalteten Skoda-Museums präsentiert die Traditionsmarke ihre 117-jährige Geschichte in einem angemessenen Rahmen: In diesem Gebäude schlug einst das Herz des tschechischen Automobilbaus. Hier wurden früher Fahrzeuge gebaut, bis eine modernere Fertigung in der Nachbarschaft eröffnete.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Facettenreiche Historie

Auf insgesamt 4.200 m2 präsentiert Skoda seine Geschichte; von den Anfängen, als die Herren Laurin und Clement die ersten Fahrräder bauten, über die spätere Produktion von Motorrädern bis zum echten Pkw-Hersteller, zunächst mit der kleinen,aber erfolgreichen Voiturette. Seit 1905 produziert das später von den Skoda-Werken geschluckte Unternehmen Automobile in Mlada Boleslav, dem früheren Jungbunzlau, und diese Entwicklung lässt sich im Museum bis heute nachverfolgen. Insgesamt 46 Fahrzeuge und 500 Exponate erwarten die Besucher.

Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehört zweifellos die Abteilung „Präzision“. Dort wird demonstriert, wie die Restauratoren der Firma arbeiten. Diese versuchen zunächst, die Geschichte eines Automobils zu rekonstruieren, um dann nach und nach die fehlenden Teile herzustellen, bis am Ende der anfangs wenig attraktive Scheunenfund in neuem Glanz erstrahlt.

Direkt daneben belegt ein in Lizenz gebauter Hispano Suiza die bemerkenswerte Vergangenheit der Marke. Zwischen 1926 und 1929 entstanden von diesem Sechszylinder-Luxusgefährt (Hubraum: 6,6 Liter) insgesamt 100 Exemplare. Auch die anderen Exponate zeigen, dass Skoda stets mehr konnte, als preiswerte Heckschleudern zu bauen. Denn so wurde die Marke im Westen lange Zeit wahrgenommen.

(ID:37047520)