So lange müssen VW-Kunden auf Elektro-, Hybrid- und Gasautos warten

E-Autos sind bestellbar, Hybride und Gasfahrzeuge vorerst nicht

| Autor: Christoph Seyerlein

Der E-Golf hat aktuell eine Lieferzeit von sieben Monaten.
Der E-Golf hat aktuell eine Lieferzeit von sieben Monaten. (Bild: VW)

Wer heute ein Elektroauto von VW bestellen will, muss sich eine Weile gedulden, bis er sein Auto erhält. So weit, so bekannt. Am Wochenende hatte die „Welt am Sonntag“ mit einem Bericht für Aufregung gesorgt, Autos der Wolfsburger mit alternativem Antrieb seien gar nicht mehr bestellbar.

Allerdings stimmt das so nicht, teilte VW am Montag mit. Die Elektroautos E-Golf und E-Up können Kunden weiter bestellen, lediglich für Hybrid- und Gasfahrzeuge gibt es aktuell einen Bestellstopp. Das ist zumindest bei den Hybriden allerdings keine Neuigkeit, »kfz-betrieb« hatte über die Problematik mit den Plug-in-Hybriden bereits Ende Mai berichtet. Auf Anfrage schilderte ein VW-Sprecher nun, wie sich die aktuelle Bestell- und Liefersituation bei Autos mit alternativen Antrieben konkret darstellt:

  • Aktuell werden Fahrzeuge aller alternativen Antriebsarten (Elektro, Hybrid und Erdgas) normal an Kunden ausgeliefert.
  • Elektrofahrzeuge sind bestellbar. Die Lieferzeiten liegen aktuell bei 5 Monaten (E-Up) bzw. 7 Monaten (E-Golf). VW hat nach eigenen Angaben die Produktionskapazitäten bereits erhöht, um die Wartezeiten zu drücken.
  • Hybridautos sind zurzeit nicht bestellbar. Aufgrund bevorstehender Modellwechsel bzw. technischer Änderungen werden Passat GTE und Golf GTE erst im Jahr 2019 wieder bestellbar sein. Bisher georderte und an Kunden bestätigte Fahrzeuge werden weiter ausgeliefert.
  • Erdgasfahrzeuge sind zurzeit ebenfalls wegen bevorstehender technischer Änderungen nicht bestellbar. VW arbeitet aktuell an einer neuen Motorengeneration. Diese Modelle werden voraussichtlich ab dem vierten Quartal 2018 wieder bestellbar sein. Auch hier werden bereits bestellte und an Kunden bestätigte Fahrzeuge weiter ausgeliefert.

Bei den neuen Erdgasmotoren handelt es sich nach Informationen von »kfz-betrieb« um Aggregate auf Basis der 1,5-Liter-TSI-Motoren. Jene Benziner ersetzen in neuen Modellen der Wolfsburger bereits die 1,4-Liter-Motoren. VW verspricht sich dadurch einen geringeren Verbrauch und damit mehr Reichweite. Allgemein tut sich in Sachen Erdgas im Volkswagen-Konzern aktuell vergleichsweise viel. So hat beispielsweise Seat-Chef Luca de Meo im Frühjahr angekündigt, dass die spanische Marke eine Vorreiterrolle im Konzern beim Thema Erdgas-Auto spielen werde.

Bei der Elektromobilität will Volkswagen in der nahen Zukunft ebenfalls Tempo machen. Die bereits in verschiedenen Variationen präsentierte Elektrofamilie I.D. der Kernmarke VW Pkw soll ab 2020 schrittweise in den Handel kommen, bis 2025 will der Hersteller eine Millionen Stromer verkauft haben.

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