»kfz-betrieb«-Autocheck Suzuki Swift Sparsam durch die Stadt

Von Yvonne Simon 3 min Lesedauer

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Der Swift ist bei Weitem das meistverkaufte Modell bei Suzuki Deutschland. Wir haben uns angesehen, was der günstige Kleinwagen bietet.

Der Suzuki Swift fuhr in der ersten Oktoberhälfte zum Test vor.(Bild:  Achter – VCG)
Der Suzuki Swift fuhr in der ersten Oktoberhälfte zum Test vor.
(Bild: Achter – VCG)

Nahezu jeder zweite in Deutschland verkaufte Suzuki ist ein Swift. Knapp 8.900 Einheiten brachte der deutsche Importeur zwischen Januar und September 2026 in die Zulassung. Der Kleinwagen ist auch für den einen oder anderen Händler ein Argument, die Marke ins Portfolio aufzunehmen. Denn kleine, bezahlbare Autos waren in den letzten Jahren rar.

Der aktuelle Swift ist bereits die siebte Generation des Modells und kam 2024 auf den Markt. Ab 20.000 Euro ist er in der Einstiegsvariante Club zu haben. Unser Testwagen in der Ausstattung Comfort+ mit CVT-Automatik und zweifarbigem Metallic-Lack kommt auf 25.530 Euro.

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Äußerlich bleibt der Swift seiner Mini-ähnlichen Silhouette mit der geraden Dachlinie treu. An der Front fallen die weit auseinanderliegenden, rautenförmigen Scheinwerfer auf. Das Suzuki-Emblem ist, anders als beim Vorgänger, vom Kühlergrill nach oben aufs Blech gewandert. Die Griffe der Hintertüren sind nicht mehr in der C-Säule integriert. Auch am Heck sitzen Leuchten in Form einer Raute.

Der Swift ist 3,86 Meter lang, 1,74 Meter breit und 1,49 Meter hoch. Vorn hat der Fahrer komfortabel Platz und sitzt bequem. Auf der Hinterbank sind die Platzverhältnisse für einen Kleinwagen gut, für Erwachsene ist es dennoch eng. Für lange Fahrten mit mehr als zwei Personen ist das Fahrzeug nicht ausgelegt. Das zeigt sich auch daran, dass es hinten keine USB-Anschlüsse gibt. Vorn gibt es dafür drei, einen USB-C-Anschluss und zwei für Typ-A-Kabel, die eher ein Auslaufmodell sind.

Der Swift kommt in Topausstattung mit einem Lederlenkrad. Die restlichen Oberflächen bestehen aus Stoff und Hartplastik. Die Vordersitze sind beheizbar. Eine Abstufung gibt es aber nicht, nur an oder aus.

Das Infotainment im Swift wirkt optisch nicht mehr ganz zeitgemäß. Die meisten Fahrer dürften aber ohnehin ihr Smartphone koppeln. Apple Carplay lief im Test kabellos ohne Probleme.

Die Übersicht im Fahrzeug ist dank verhältnismäßig großer Fenster gut. Beim Parken hilft zusätzlich eine Rückfahrkamera, außerdem gibt es beim Rückwärtsfahren einen Querverkehrswarner. Beim Abstellen des Autos zieht man eine echte Handbremse – in einem Neuwagen heutzutage ein seltener Vorgang.

Annehmlichkeiten wie eine Lenkradheizung oder 360-Grad-Kameras, wie sie beispielsweise Renault für den Clio anbietet, gibt es im Swift nicht. Dafür geht die Preisrange auch nicht groß über den genannten Testwagenpreis hinaus. Wer nicht dringend die modernsten technologischen Features braucht, bekommt mit dem Swift ein solide ausgestattetes Auto.

Mildhybrid-Benziner mit 81 PS

Auch beim Antrieb ist die Wahl eher unkompliziert, es gibt nämlich nur einen Motor. Der Swift hat stets einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner mit einer Leistung von 60 kW/81 PS an Bord. Er kommt wahlweise mit Front- oder Allradantrieb. Für den Fronttriebler gibt es neben einem 5-Gang-Schaltgetriebe die CVT-Automatik als Option.

Mit Automatik zeigte unser Testwagen eine leichte Verzögerung beim Anfahren. Ansonsten läuft der Swift ruhig und bot auch bei höheren Geschwindigkeiten ein stabiles Fahrgefühl. Auf der Autobahn steigt die Geräuschkulisse beim Beschleunigen deutlich an, hält sich in den Ohren der Autorin aber im Rahmen. Dass der Swift kein Beschleunigungswunder ist, dürfte klar sein. Schaffen kann er bis zu 170 km/h. Die Wohlfühlgeschwindigkeit des Wagens endet eher bei 130 bis 140 km/h – immerhin! Der Swift ist besser in der Stadt aufgehoben, Ausflüge über die Autobahn sind aber gut machbar.

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Ein wenig nervig ist, dass die Beschriftung des Automatikknüppels zwar beleuchtet ist, allerdings leuchtet der gerade angewählte Gang nicht separat auf. So wählt man leicht ungewollt M statt das darüber liegende D.

5,2 Liter Verbrauch

Erfreulich hingegen ist der Blick auf den Verbrauch. Suzuki gibt den kombinierten Verbrauch nach WLTP mit 4,7 Litern an, auf der Autobahn mit 5,4. Das ist ziemlich akkurat – nach einer Fahrt mit längeren Autobahnabschnitten landeten wir bei 5,2 Litern. Sowohl der Einstiegspreis als auch der niedrige Verbrauch machen den Swift zu einem verhältnismäßig günstigen Gefährt.

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