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Sportwagen-Trend: Klein, leicht und mit vier Töpfen

| Autor / Redakteur: sp-x/Fabian Hoberg / Gerd Steiler

Kleine Sportwagen mit Vierzylindermotor und Hinterradantrieb bieten eine Menge Fahrspaß bei vergleichsweise geringem Verbrauch. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Spezies zählen Mini-Sportler wie Lotus Elise, Mazda MX-5 und Mercedes SLK.

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Was in den 1960er-Jahren aus England kam, und vor allem klein, leicht und schnell war, kommt jetzt wieder. Kleine Sportwagen mit Vierzylindermotor und Hinterradantrieb bieten eine Menge Fahrspaß bei vergleichsweise geringem Verbrauch. Einige Hersteller haben die Mini-Sportler schon seit langem im Programm - andere fangen gerade an, über diese Kombination intensiv nachzudenken.

Alfa Romeo zum Beispiel präsentierte auf dem Genfer Salon mit der Studie 4 C ein serienreifes Stück Technik mit betörenden Formen, das nur 850 Kilogramm wiegt, aber 200 PS an die Hinterachse loslässt und damit in 5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sprintet. Dem Coupé soll auch ein Roadster folgen.

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Auch Porsche will „downsizen“

Auch Subaru und Toyota schließen sich dem Trend an und entwickeln derzeit gemeinsam einen Sportwagen mit Vierzylinder-Boxermotor (Subaru) und Hinterradantrieb (Toyota). Das Subaru RWD Sports Car und das Toyota FT 86 II Concept wurden auf dem diesjährigen Genfer Autosalon vorgestellt. Im Frühjahr 2012 sollen die Sportwagen dann bei den Händlern stehen und damit den Markt bereichern.

Die Rückkehr zu vier Zylindern plant auch Porsche. Die Baureihen Boxster und Cayman könnten in der nächsten Generation von aufgeladenen Vierzylinder-Boxermotoren angetrieben werden. Mittels Downsizing - also einer Verringerung des Hubraums - und Aufladung könnte sich das derzeitige Leistungsniveau halten lassen (188 kW/255 PS) und gleichzeitig der Verbrauch gesenkt werden. Vierzylinder sind bei Porsche seit dem Auslaufen des Frontmotorcoupés 968 im Jahr 1995 nicht mehr im Angebot. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es fast immer Porsche mit vier Zylindern gegeben. Auch über einen kleineren Roadster denken die Zuffenhausener derzeit nach.

Gut und günstig: Mazda MX-5

Die Neuen treffen auf eine kleine Riege etablierter Vierzylinder mit Hinterradantrieb. Mazda machte 1989 alles richtig, als die Japaner den MX-5 präsentierten. Der offene Zweisitzer war nicht nur leicht und sportlich, sondern auch mit guter japanischer Qualität gesegnet und vor allem günstig. Damit wurde der Mazda-Roadster schnell zum Verkaufsschlager. Optisch orientierte sich die erste Generation stark am Lotus Elan Type 26, der in England ab 1962 gebaut wurde. Der MX-5 setzt bis heute auf Vierzylindermotoren und Hinterradantrieb - zu Beginn mit mindestens 66 kW/90 PS, heute mit einem Leistungsvermögen zwischen 93 kW/126 PS und 118 kW/160 PS. Der Roadster mit leichtem Stoff- oder Metalldach ist ab 22.290 Euro beziehungsweise 24.690 Euro zu haben.

Offen und sportlich lieben es aber nicht nur die Japaner. Auch Mercedes bietet seit 1996 den Roadster SLK an. Seit diesem Jahr nun schon die dritte Generation (R172) mit den beiden Vierzylindermotoren im SLK 200 (135 kW/184 PS) und im SLK 250 (150 kW/204 PS). Die Kraft wird natürlich auch hier an die Hinterachse übertragen. Die Stuttgarter verlangen für den Roadster mit Stahldach aber mindestens 38.675 Euro.

Pionier Lotus Elise

Hierzulande ist das Hyundai Genesis Coupé zwar ein Exot, aber deshalb nicht uninteressant. Der 4,63 Meter lange 2+2-Sitzer verkörpert mit Frontmotor, Hinterradantrieb und betont dynamischem Design tatsächlich klassische Sportwagen-Architektur. Der 2,0-Liter-Turbobenziner leistet 157 kW/214 PS und beschleunigt den Koreaner in 8 Sekunden auf Tempo 100. Der Volks-Sportler kostet ab 29.990 Euro.

Die Mutter aller kleinen und leichten Sportwagen kommt aus England, heißt Lotus und bietet heute noch mit der Elise ein Fahrzeug an, das vor allem kompromisslosen Fahrspaß bereitet. Die Vierzylinder-Mittelmotoren von Toyota treiben mit bis zu 152 kW/245 PS die Hinterräder an und sorgen in allen Lagen für sportliches Fahrverhalten. Außerdem sind die Briten seit jeher für ihre minimalistische Leichtbauweise bekannt – die Elise wiegt nur rund 880 Kilogramm. Die Preise starten bei 37.450 Euro.

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