Insolvenz Standorte von Olympic Auto haben neue Investoren

Von Yvonne Simon 3 min Lesedauer

Die Investorensuche war erfolgreich: Vier Standorte der insolventen Gruppe Olympic Auto gehen an neue Besitzer.

Olympic Auto hatte zuletzt fünf Standorte. Vier haben jetzt einen neuen Besitzer (Symbolfoto).(Bild:  Rehberg / VCG)
Olympic Auto hatte zuletzt fünf Standorte. Vier haben jetzt einen neuen Besitzer (Symbolfoto).
(Bild: Rehberg / VCG)

Vier der fünf Standorte des insolventen Händlers Olympic Auto werden weitergeführt. Wie die Kanzlei BBL Brockdorff mitteilt, hat Autobund aus Weischlitz zum 1. Oktober 2026 die beiden Hauptstandorte in Kronshagen und Westerrönfeld übernommen. Den Standort Langenhorn hat bereits zum 1. August die Autohaus Hunecke GmbH übernommen. Und zum 1. Dezember 2026 geht der Betrieb in Schwentinental im Rahmen eines Asset-Deals an die Klaus+Co Grands Garages GmbH über.

Die Arbeitsverhältnisse an den genannten Standorten können somit erhalten werden: 49 Arbeitsplätze an den beiden Hauptstandorten, 13 in Langenhorn und 17 in Schwentinental. Der fünfte Standort Heide wurde planmäßig geschlossen. Allen dort Angestellten sei entweder eine Weiterbeschäftigung an einem anderen Standort oder bei einem Drittbetrieb vermittelt worden.

Olympic Auto hatte Ende Januar 2026 den Antrag auf Insolvenz gestellt. Am 1. Juni wurde ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Justus von Buchwaldt und Inga Homoth von BBL Brockdorff haben die Gruppe in dem Verfahren als Generalbevollmächtigte unterstützt. „Damit nähert sich die Sanierung in Eigenverwaltung einem erfolgreichen Abschluss, und wir freuen uns sehr, dass auf diese Weise die rund 80 Arbeitsplätze erhalten werden konnten“, sagt Inga Homoth. „Das Ergebnis wäre ohne die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten, den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeitenden und des Geschäftsführers Gisbert Schücking nicht möglich gewesen.“ Als Sachwalter hatte das zuständige Amtsgericht in Kiel den Rechtsanwalt Nicolas Grimm von der Kanzlei Ehler, Ermer & Partner bestellt.

Autobund wächst auf fünf Standorte

Autobund besaß bereits vor der Übernahme drei Standorte – neben Weischlitz ist das Unternehmen in Neuensalz und Gosen-Neu Zittau vertreten. In Neuensalz hat Autobund einen Händlervertrag mit BYD. Darüber hinaus ist das Unternehmen für sein Lizenzsystem als Mehrmarkenkonzeptanbieter bekannt. Im Frühjahr 2026 haben der Ex-Stellantis-Manager Roberto Debortoli und sein Geschäftspartner Giovanni Salamone Autobund vom Gründer Erich Laube übernommen und bauen das Unternehmen aus.

Klaus+Co expandiert mit der Übernahme in Schwentinental erstmals an die Kieler Förde. Der Händler mit Stammsitz in Flensburg betreibt bislang neun Betriebe an sechs Standorten und beschäftigt um die 400 Mitarbeiter. Klaus+Co ist Servicepartner von Mercedes-Benz und vermarktet junge Sterne. Außerdem ist der Händler Vertragspartner der Marken Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Abarth, Leapmotor, BYD, Denza und Daimler Truck.

In Schwentinental wird Klaus+Co dem Geschäftsführer Andreas Dornburg zufolge die Marken Fiat, Fiat Professional und Leapmotor vertreten. Die Verträge für Nissan und Mitsubishi wird das Unternehmen nicht weiterführen. Zum Jahreswechsel kommt dafür Citroën hinzu. Das Marktgebiet der französischen Marke übernimmt Klaus+Co von Auto Horn. Das Unternehmen wird zu dem Zeitpunkt das Geschäft in den beiden Betriebe einstellen. Die Geschäftsführer Eckardt und Hartmut Horn sind künftig für Klaus+Co tätig.

Bis zum 30. November 2026 wird der Betrieb mit Werkstatt in Schwentinental noch von Olympic Auto fortgeführt. Olympic Auto wurde 1989 gegründet. Das Unternehmen hatte zuletzt Händlerverträge mit den Fabrikaten Nissan, Mitsubishi, BYD, Fiat, Fiat Professional sowie Abarth. Die Zahl der Standorte des Händlers hat sich über die letzten Jahre reduziert. 2016 war Olympic Auto noch an zehn Standorten aktiv und war unter anderem auch in Flensburg und Lübeck vertreten. Im vergangenen Jahrzehnt zählte das Unternehmen, gemessen am Fahrzeugabsatz, zeitweise zu den Top-100-Gruppen des Automobilhandels in Deutschland.

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