Bugatti „Bolide“ Studie macht sich fit für Rekorde

Autor / Redakteur: mid / Andreas Grimm

Als Volumenmodelle kann man die Fahrzeuge von Bugatti wahrlich nicht bezeichnen. Jetzt steht in den Firmenhallen in Molsheim eine Studie, die der Hersteller nur mit Superlativen beschreibt: das „extremste, kompromissloseste, schnellste und leichteste Fahrzeug der jüngeren Firmengeschichte“.

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Bugatti hat was neues in der Pipeline: eine Studie mit dem sprechenden Namen „Bolide“.
Bugatti hat was neues in der Pipeline: eine Studie mit dem sprechenden Namen „Bolide“.
(Bild: Bugatti)

Bugatti war schon immer etwas Besonderes. Die Nobel-Marke ist bei Preis und Leistung in der Tat einzigartig in der Welt der Autobauer. Doch was das französische Unternehmen jetzt mit der Studie „Bolide“ auf die Räder gestellt hat, lässt selbst Formel-1-Enthusiasten aufhorchen.

Der Bugatti Bolide sei das extremste, kompromissloseste, schnellste und leichteste Fahrzeug-Konzept der jüngeren Firmengeschichte - und das mit einem unvorstellbaren Leistungsgewicht von 0,67 Kilogramm pro PS, teilt die Luxus-Schmiede mit. Die experimentelle Studie ist folglich als „rennstreckenorientierter Hypersportwagen“ zu charakterisieren – mit einem aus der Serie abgeleiteten W16-Motor als Antrieb und einer auf maximalen Abtrieb getrimmten, minimalen Karosserie. Der Tiefflieger auf Rädern wiegt gerade mal 1.240 Kilogramm.

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Der 8,0-Liter-W16-Motor leistet 1.850 PS. Der Bugatti Bolide erreicht damit nahezu Formel-1-Werte, die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Hersteller bei deutlich über 500 km/h. Damit könnte der Wagen, geht er einmal in Serie, ein Kandidat sein, den Titel des schnellsten Serienfahrzeugs der Welt wieder für Bugatti zu holen. Der Bugatti Veyron war von 2010 bis 2017 Rekordhalter, vor Kurzem holte sich der SSC Tuatara den Geschwindigkeitsrekord mit knapp 509 km/h.

Für eine Runde in Le Mans benötigt der Bugatti „Bolide“ 3:07,1 Minuten, für die Nordschleife 5:23,1 Minuten. Bleibt der klassische Vergleichswert „Sprint von 0 auf 100 km/h“ – Geschenkt! Interessanter ist die Beschleunigung von 0 auf 300 km/h. Das gelingt dem Supersportler in sage und schreibe 7,37 Sekunden.

„Bugatti steht für das kontinuierliche Streben nach technologischen Innovationen – ganz im Zeichen seiner Markenwerte Excellence, Courage, Dedication“, sagt Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti. Die Marke stehe niemals still und strebe immer weiter nach neuen und aufregenden Zielen. Deshalb habe man sich gefragt, wie man den gewaltigen W16-Motor als technisches Sinnbild der Marke in seiner pursten Form darstellen kann – nur mit vier Rädern, Motor, Getriebe, Lenkrad und als einzigem Luxus zwei Sitze.

Wichtig bei den Überlegungen war, den Antrieb ohne jegliche Limitierung auf Leistungsgewicht zu trimmen, betont Winkelmann: „Aus dieser Überlegung heraus entstand der Bugatti „Bolide“. Ein kompromissloses Experiment, ein Vollblüter, der in seiner brachialen Exklusivität vor allem durch hohe Leistung, niedriges Gewicht und ein Fahrerlebnis in neuen Dimensionen überzeugt. Die Fahrt im Bolide gleicht dem Ritt auf der Kanonenkugel.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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