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Subaru-Rückrufe: Parkbremse und Kraftstoffpumpe

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Wehner

In Summe 850.000 Fahrzeuge weltweit betreffen zwei Aktionen für Legacy und Outback. Eine der beiden Maßnahmen schließt außerdem den Impreza mit ein. In Deutschland geht es um etwa 15.000 Einheiten.

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Der Subaru Outback muss in die Werkstatt.
Der Subaru Outback muss in die Werkstatt.
(Bild: Dominsky/»kfz-betrieb«)

Zwei auf dem Heimatmarkt schon 2018 angekündigte Subaru-Rückrufe haben inzwischen auch Deutschland erreicht. Einmal geht es um eine mögliche Fehlfunktion der elektronischen Parkbremse (EPB), zum anderen um Probleme mit der Kraftstoffpumpe. Hierzulande betrifft die erste Maßnahme laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 4.662 Fahrzeuge, die zweite 10.359. Deutlich größer sind die globalen Umfänge: 377.139 Einheiten im Fall der Parkbremse und 472.973 bei der Kraftstoffpumpe.

Nach unseren Informationen können beim Legacy und Outback ein Kondensator auf der Leiterplatte und / oder der Magnetring des Stellglied-Hubsensors im Steuergerät der EPB Risse bekommen. In diesem Fall leuchtet die Bremswarnlampe auf und die EPB kann unter Umständen nicht gelöst oder aktiviert werden. „Bei niedriger Geschwindigkeit unter 20 km/h könnte das Fahrzeug zudem kurzzeitig unbeabsichtigt abgebremst werden, wobei die Bremse in diesem Fall sofort wieder gelöst würde“, ergänzte eine Sprecherin der Subaru Deutschland GmbH auf Anfrage das Fehlerbild.

Der Stellmotor der EPB müsse daher bei allen betroffenen Fahrzeugen durch ein modifiziertes Bauteil ersetzt werden, sagte sie. Hierfür sind etwa zwei Stunden eingeplant. Die Aktionsnummer in Deutschland lautet „201902“ für Fahrzeuge der Modelljahre 2010 bis 2012 sowie „201903“ für Fahrzeuge der Modelljahre 2013 und 2014.

Ursache für den Rückruf "201908" ist ein möglicherweise bestehender unzureichender elektrischer Kontakt an der Steckverbindung der Kraftstoffpumpe. Dies könne zu einer Störung der Kraftstoffversorgung führen, erklärte die Sprecherin. Folgen seien ein schwer bzw. gar nicht zu startender Motor. „Im schlimmsten Fall könnte der Motor während der Fahrt wegen Kraftstoffmangel ausgehen und sich nicht wieder starten lassen.“

Die Vertragswerkstatt ersetzt innerhalb der Kraftstoffpumpeneinheit den Kabelbaum durch ein modifiziertes Bauteil und prüft außerdem die Steckkontakte. Je nach deren Zustand könne in seltenen Fällen zusätzlich der Austausch der Kraftstoffpumpenabdeckung und/oder des Kabelbaums zur Pumpe erforderlich sein, erklärte die Sprecherin. Der etwa einstündige Arbeitsauftrag gilt für die Modelle Legacy 2.0i und2.5i, Outback 2.5i (alle Modelljahre 2004 bis 2009), sowie Impreza 1.5R und 2.0R (2008 bis 2010).

„Modifizierte Fahrzeuge werden nicht markiert. Es lässt sich über eine Anfrage bei jedem Subaru-Partner oder bei Subaru Deutschland feststellen, ob die Aktion bei einem Fahrzeug bereits erledigt wurde“, hieß es abschließend vom Importeur. Das KBA überwacht nach eigenen Angaben nur die Aktion für die Parkbremse.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist