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Tarifabschluss beim bayerischen Kfz-Gewerbe

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Gute Nachricht für Mitarbeiter in tarifgebundenen Kfz-Betrieben in Bayern: Anfang Juli steigen die Gehälter. In einem ersten Schritt erhalten die Beschäftigten 2,7 Prozent mehr. Ein Jahr später folgt ein zweiter Zuschlag auf insgesamt 5,3 Prozent.

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Anfang Juli steigen die Tarifgehälter in bayerischen Autohäusern und Werkstätten.
Anfang Juli steigen die Tarifgehälter in bayerischen Autohäusern und Werkstätten.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Tarifgemeinschaft des bayerischen Kfz-Gewerbes und die IG Metall haben einen Tarifabschluss erzielt. In der dritten Verhandlungsrunde einigten sich die beiden Vertragsparteien auf eine zweistufige Lohnerhöhung: Anfang Juli 2019 steigen die Entgelte um 2,7 Prozent, mindestens aber um 80 Euro, ein Jahr später um weitere 2,6 Prozent oder erneut mindestens um 80 Euro.

Albert Vetterl, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft des bayerischen Kfz-Gewerbes, ist mit der erzielten Einigung zufrieden: „Auch wenn vor allem für kleinere Kfz-Innungsbetriebe die zusätzlichen Ausgaben vor dem Hintergrund der immer noch nicht überwundenen Dieselkrise sicher eine finanzielle Belastung darstellen, so ist es wichtig, dass wir mit dem Tarifabschluss ein Signal der Wertschätzung für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildenden setzen konnten.“

Auch die Auszubildenden erhalten fortan eine höhere Vergütung – nämlich 50 Euro mehr; in einem Jahr kommen weitere 50 Euro hinzu. Zudem hat sich die Tarifgemeinschaft für die Freistellung der Azubis vor dem Tag der schriftlichen Gesellenprüfung ausgesprochen – auch wenn sie gestreckt wird und zwei Tage läuft. Dies ist ebenfalls Bestandteil des Tarifabschlusses für die Auszubildenden.

Der nun ausgehandelte Tarifabschluss tritt rückwirkend zum 1. Juni 2019 in Kraft und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Entsprechend endet er am 31. Mai 2021.

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