Suchen

Toyota-Rückrufe: Hybrid und Bremskraftverstärker können ausfallen

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Der japanische Autobauer muss weltweit zahlreiche Toyota- und Lexus-Modelle in die Werkstätten holen. Den Fahrern droht während der Fahrt der Ausfall von Systemen – allerdings wird er dann auch gewarnt.

Firmen zum Thema

(Foto: Toyota)

Die Toyota-Pressestelle hat auf Anfrage zwei Rückrufaktionen für insgesamt 3.900 Fahrzeuge in Deutschland bestätigt. Die Größere der beiden ist für Halter eines Yaris Hybrid (Modellcode P13) aus dem Bauzeitraum Februar 2018 bis April 2019 relevant. Im Rahmen der zweiten Aktion erhalten Besitzer eines RAV4, Prius (inkl. Plug-in) und Camry, sowie eines Lexus ES, UX, LS und LC Post vom Hersteller.

Schwachstelle im Hybridsystem des Yaris ist der Gleichspannungswandler bzw. die Lötverbindung eines Transistors. Das Bauteil reduziert die Spannung der Hybridbatterie, um die Zwölf-Volt-Zusatzbatterie zu laden. Löst sich die Lötverbindung aufgrund eines Produktionsfehlers, wird die Zusatzbatterie nicht länger versorgt. Warnleuchten, Warntöne und Meldungen im Kombiinstrument informieren den Fahrer über diesen Umstand. Fährt er trotzdem weiter, könnte sich das Hybridsystem überraschend abschalten.

Die Überprüfung und gegebenenfalls der Austausch des Gleichspannungswandlers dauern in der Vertragswerkstatt laut Hersteller maximal 3,5 Stunden. Anschließend erfolgt ein Eintrag im Garantiesystem von Toyota. Der Rückruf mit dem internen Code „19SMD-062“ betrifft weltweit 46.000 Einheiten, davon 24.000 in Europa und 2.600 in Deutschland.

Probleme am Bremskraftverstärker

Die zweite Aktion unter dem Kürzel „19SMD-063“ betrifft zwar international mehr Autos, nämlich rund 54.000. In Deutschland sind davon aber nur 1.305 zugelassen. Bei den erst in diesem Jahr zwischen 25. April und 6. Juni 2019 gebauten Fahrzeugen „besteht die Möglichkeit, dass die Bremskraftverstärkerpumpe nicht ordnungsgemäß funktioniert und in der Folge Warnleuchten und Meldungen im Fahrdisplay aufleuchten und/oder ein akustisches Warnsignal ertönt“, erklärte der Sprecher. In diesem Zustand könne der Bremsassistent ausfallen. Die Erneuerung der betroffenen Bauteile bannt die Gefahr eines verlängerten Bremswegs. Dafür sind in der Werkstatt je nach Modell drei bis sieben Stunden eingeplant.

(ID:46158035)

Über den Autor

 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist