Opel-Händler „Uns geht einfach das Geld aus“

Von Jens Rehberg 5 min Lesedauer

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Für Stellantis-Verhältnisse ziemlich geräuschlos werden gerade die neuen Partnerverträge ausgerollt. Echte Schmerzen verursachen aktuell vielmehr toxische Leasingrückläufer und die Kosten für neue CI.

Über die aktuelle Renditesituation in den Netzen schweigt sich Rüsselsheim aus. Der Opel-Händlerverband schätzt sie als „herausfordernd“ ein – also schlecht.   (Bild:  Gemini / KI-generiert)
Über die aktuelle Renditesituation in den Netzen schweigt sich Rüsselsheim aus. Der Opel-Händlerverband schätzt sie als „herausfordernd“ ein – also schlecht.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Zwar geht Stellantis und damit auch Opel wieder deutlich besser mit seinen Partnern um, bis in deren Geldbeutel ist die neue Wohlfühlatmosphäre aber offenbar noch nicht durchgedrungen. Weder der Hersteller noch der Opel-Händlerverband kommunizieren zur aktuellen Rentabilität im Opel-Netz konkrete Zahlen. Bei den Partnern steht die mangelhafte Ertragslage jedoch ganz oben auf der Agenda. „Uns geht einfach das Geld aus“, sagte einer der großen Stellantis-Partner am Mittwoch auf Nachfrage, „und das geht auch vielen Kollegen so, mit denen ich spreche – teilweise wird es richtig eng.“ Zwar zeige Rüsselsheim durchaus Verständnis und sage Unterstützung zu, „aber das dauert einfach viel zu lange alles – und oft passiert dann am Ende auch nichts.“

Der Anteil von Opel am deutschen Pkw-Markt liegt aktuell mit 4,7 Prozent auf dem schwachen Niveau des Vorjahres. Das Institut für Automobilwirtschaft attestierte der Marke mit dem Blitz erst kürzlich die schlechteste Händlerzufriedenheit aller relevanteren in Deutschland gehandelten Fabrikate. Der Opel-Händlerverband (VDOH) bezeichnete die Stimmung im Netz jedoch als „eigentlich ganz gut“. Auf Nachfrage vergab VDOH-Geschäftsführer Jürgen Hölz hierfür aber dann doch die Schulnote „4“ – in der Gesamtbranche läge sie allerdings auch nur bei einer „3 bis 4“. Der VDOH hatte am Dienstagabend in Frankfurt zu einem Pressegespräch eingeladen, da der Fachpresse wie schon in den vergangenen Jahren der Zutritt zur vorangegangenen Mitgliederversammlung verwehrt wurde.