Volvo führt neues Servicekonzept ein

Autor: Julia Mauritz

Volvo will die Werkstattabläufe seiner Vertragspartner bis 2020 möglichst flächendeckend umstrukturieren, um die Effizienz zu erhöhen: Das Autohaus Zirwes hat als bundesweit erster Vertragspartner das „Volvo Personal Service-Zertifikat“ erhalten.

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Der Kölner Importeur will das Volvo-Personal-Service-Konzept im Handel bis 2020 möglichst flächendeckend einführen.
Der Kölner Importeur will das Volvo-Personal-Service-Konzept im Handel bis 2020 möglichst flächendeckend einführen.
(Bild: Volvo)

Nach einer rund einjährigen Pilotphase führt Volvo im deutschen Handel sein neues globales Werkstattkonzept namens „Volvo Personal Service“ ein. Das erste Volvo-Autohaus, das vom Kölner Importeur ein Zertifikat erhalten hat, ist das Familienunternehmen Zirwes mit Sitz in Ulmen. Weitere fünf Autohäuser sollen bis zum Jahresende folgen. Insgesamt planen laut Frank Denzin, Direktor Customer Service bei Volvo Deutschland, bundesweit 70 Vertragspartner, das Servicekonzept kurz- bis mittelfristig einzuführen.

„Unser Ziel ist eine möglichst flächendeckende Einführung bis zum Jahr 2020“, unterstreicht der Volvo-Servicechef. Um das Zertifikat zu erhalten, sind neben einigen baulichen Maßnahmen Investitionen in die Werkstattausrüstung und die Mitarbeiterschulung nötig. Die individuellen Trainings dauern zwischen sechs und neun Monaten.

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Erklärtes Ziel des weltweit ausgerollten und in Deutschland freiwilligen Servicekonzepts ist es, die Effizienz in den Betrieben und die Qualität spürbar zu steigern. Das neue Konzept greift dazu tief in die klassischen Werkstattabläufe ein: Aus Monteuren werden sogenannte Kundendiensttechniker. Sie arbeiten immer in Zweierteams an einem Fahrzeug und haben in ihrer neuen Funktion ein deutlich größeres Aufgabenspektrum – in erster Linie entlasten sie die Serviceberater und stehen den Kunden auch als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung. Die Serviceberater wiederum sollen laut Volvo-Geschäftsführer Thomas Bauch durch die Umstrukturierungen in der Werkstatt mehr Zeit bekommen, um ihren Markt zu bearbeiten und ihre Kunden intensiver zu betreuen.

Unnötige Wege in der Werkstatt vermeiden

Ein zweiter zentraler Baustein von Volvo Personal Service ist es, dabei zu helfen, unnötige Wege in der Werkstatt zu vermeiden: Daher befinden sich unter anderem die Werkzeuge und die Diagnosegeräte in direkter Reichweite der Kundendiensttechniker, und jede Hebebühne hat eine doppelte Luft- und Stromzufuhr. Zudem sind die von den regionalen Ersatzteillagern bereitgestellten Ersatzteile bereits vorkommissioniert und werden in einer Box direkt ans Fahrzeug geliefert.

Nach Einschätzung von Thomas Bauch profitieren nicht nur die Volvo-Partner sondern auch deren Kunden vom neuen Servicekonzept: „Die Volvo-Fahrer müssen nicht mehr so lange auf einen Servicetermin warten. Gleichzeitig verkürzt sich die Wartezeit in der Werkstatt.“ Die Betriebe wiederum könnten damit mehr Durchläufe realisieren, ohne zusätzlich in eine Werkstatterweiterung investieren zu müssen. „Vor dem Hintergrund unseres Wachstumsplans wird die Anzahl der Werkstattdurchläufe in den kommenden Jahren zwangsläufig steigen“, unterstreicht der Volvo-Geschäftsführer. Geplant ist, die Neuzulassungen bis zum Jahr 2020 hierzulande von aktuell knapp 40.000 auf dann rund 60.000 Einheiten zu steigern.

Einen ausführlichen Bericht über die Einführung des Volvo Personal Service-Konzepts im Autohaus Zirwes lesen Sie in der Ausgabe 1-2/2017 von »kfz-betrieb«, die am 13. Januar erscheint.

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