Volvo kündigt weitere Tempolimitmaßnahmen an

Autor: Julia Mauritz

Der schwedische Hersteller liefert seine Neuwagen ab dem Modelljahr 2021 serienmäßig mit einem Schlüssel aus, der es ermöglicht, die Geschwindigkeit individuell zu begrenzen. Außerdem sollen Kameras und Sensoren bald den Zustand des Fahrers beobachten.

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Mit dem neuen Schlüssel will Volvo vor allem bei Fahranfängern das Unfallrisiko mindern.
Mit dem neuen Schlüssel will Volvo vor allem bei Fahranfängern das Unfallrisiko mindern.
(Bild: Volvo)

Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 180 Stundenkilometer für alle neuen Volvo-Modelle ab Mitte 2020 hatte Anfang März bereits für viel Aufsehen in der Branche gesorgt. Jetzt folgt der nächste Schritt: Ab dem Modelljahr 2021 werden alle Volvo-Neuwagen serienmäßig mit einem Schlüssel ausgeliefert, mit dem sich die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs individuell festlegen lässt. Vor allem für Fahranfänger will der schwedische Hersteller das Fahren damit sicherer machen.

„Wir glauben, dass Automobilhersteller die Pflicht haben, die Verkehrssicherheit zu verbessern“, betont Håkan Samuelsson. Neben dem Sicherheitsgewinn stellt der schwedische Hersteller durch das Tempolimit und den Care Key auch finanzielle Vorteile in Aussicht: Aktuell verhandelt Volvo mit Versicherungsunternehmen in verschiedenen Märkten über spezielle Tarife für Fahrer, die diese Sicherheitsfeatures nutzen.

Kameras sollen den Fahrer beobachten

Neben der hohen Geschwindigkeit will der Hersteller im Zuge der Volvo Vision 2020, nach der niemand mehr in einem neuen Volvo-Modell getötet werden soll, auch eine zweite Unfallursache im Straßenverkehr bekämpfen: das Fahren unter Rauschmitteleinfluss. Mit Kameras und Sensoren im Fahrzeug will Volvo diesem Problem und der mangelnden Konzentration auf den Straßenverkehr begegnen. Das System beobachtet den Zustand des Fahrers und greift notfalls ein, falls dieser nicht auf Warnsignale reagiert und ein schwerer Unfall droht. Als mögliche Maßnahmen nennt Volvo eine Reduzierung der Geschwindigkeit, die Benachrichtigung der Volvo-on-Call-Einsatzzentrale und gegebenenfalls sogar das komplette Abbremsen und Parken des Fahrzeugs. Eingebaut werden sollen die Kameras ab Anfang der 2020er-Jahre in die Modelle der nächsten Produktgeneration, die auf der skalierbaren SPA2-Produkt-Architektur basieren.

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Stv. Ressortleiterin