Verminderter Insassenschutz Volvo ruft mehrere Modellreihen zurück

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Das SRS-Steuergerät könnte bei über 1.000 hierzulande registrierten Einheiten nicht ordnungsgemäß befestigt worden sein. Im schlimmsten Fall könnte laut Hersteller bei einem Unfall nicht die erforderliche Leistung hinsichtlich des Insassenschutzes erreicht werden.

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Der Volvo XC60 ist Teil eines aktuellen Rückrufs des schwedischen Autobauers.
Der Volvo XC60 ist Teil eines aktuellen Rückrufs des schwedischen Autobauers.
(Bild: Volvo)

Volvo ruft eine kleine Stückzahl der Modellreihen V60, V60CC, V90, V90CC, XC60 und XC90 zurück. Sie liefen im vergangenen September im Werk Torslanda vom Band. „In sehr seltenen Fällen” könne das SRS-Steuergerät nicht ordnungsgemäß an der Fahrzeugkarosserie befestigt worden sein, erklärte ein Sprecher der Volvo Car Germany GmbH auf Anfrage.

Sollte sich das SRS-Steuergerät lockern, werde die SRS-Warnleuchte ausgelöst und es erscheine eine entsprechende Textmeldung im Tacho, versicherte er. „Bei Nichtbeachtung könnte im schlimmsten Fall bei einem Unfall nicht die erforderliche Leistung hinsichtlich des Insassenschutzes erreicht werden.” Dies gelte für die Aktivierung von Funktionen wie beispielsweise Airbags, Gurte oder Hochspannungsbatterieabschaltung.

Die Volvo-Vertragsbetriebe überprüfen bei 1.025 Einheiten hierzulande die Befestigung des Steuergerätes und modifizieren sie bei Bedarf. Anschließend bestätigen sie die Durchführung der Maßnahme im herstellereigenen System unter dem Aktionscode „R10068”. „Freie Werkstätten haben keine Möglichkeit zu erkennen, ob eine Maßnahme offen ist oder noch abgearbeitet werden muss”, so der Sprecher.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist