Damit es dabei nicht zu heiß wird, gibt es nicht nur serienmäßig eine Klimaanlage, sondern auch einen Frischluftfön. Die Neigung der Windschutzscheibe lässt leichte Verwirbelungen des Haaransatzes zu, ohne dass die Frisur gänzlich ruiniert wird. Für empfindliche Kopfhautnaturen gibt es einen Windschott. Dann sind die hinteren zwei Sitzplätze aber nicht mehr nutzbar.
Hier können sonst getrost Erwachsene Platz nehmen. Eng wird es eher, wenn man versucht, das 250 Liter fassende Gepäckteil zu beladen. Stichwort: Wasserkästen! Die recht schmale Kofferraumluke setzt eine akkurate Handhabung voraus, will man sich nicht zwischen Rahmen und Transportgut die Finger klemmen.
Drei Motoren zum Marktstart
Zum Marktstart stehen zwei Benziner und ein Diesel aus dem bekannten Golf-Motorenangebot zur Wahl. Dazu zählt als Einstiegsbenziner der 1,2-Liter-TSI mit 77 kW/105 PS, den es auch in der sparsamen Variante BlueMotion Technology gibt, sowie der 1,4-Liter-TSI mit 118 kW/160 PS. Der 1,6-Liter-TDI mit 105 PS gehört ebenfalls zum Angebot. Nach VW-Prognosen entscheiden sich wohl die meisten Käufer für eines dieser Aggregate. Der 1,4-TSI mit 90 kW/122 PS, der 2,0-TSI mit 155 kW/210 PS sowie der 2,0-TDI mit 103 kW/140 PS werden erst Ende Oktober nachgeschoben.
Besonders der kleine Selbstzünder passt gut zum entspannten Sonnengenießen. Fürs sehen, gesehen werden und Genießen braucht es nicht viel mehr. Dank der 250 Nm ist auch die Kraftreserve ausreichend, um in Gelassenheit zu cruisen, ohne wild Schalten zu müssen.
Da fällt sogar kaum auf, dass das Fahrwerk straffer abgestimmt ist als bei der Limousine. Die Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h interessiert dabei letztlich genau so wenig, wie die nicht eben temperamentvolle Standard-Spurtzeit von 12,5 Sekunden.
Dafür zeigte der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 5,3 Liter an. Leider ist das Triebwerk nur an ein Fünfgang-Getriebe gekoppelt. Für den kleinen Diesel muss man mindestens 26.175 Euro anlegen. Durch das Hinzubuchen diverser Ausstattungspakete lässt sich der Preis schnell weiter nach oben treiben.
Keine Frage, das Golf Cabrio wird ein Erfolg werden. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, das Angebot an Kompaktklasse-Cabrios mit Stoffverdeck oder Stahl-Klappdach ist übersichtlich. Beim Thema Absatzerwartungen hält man sich bei VW bedeckt. Sicher dürfte aber sein, dass der neue Sonnenkönig die Abenddämmerung der Göttin der Morgenröte (Eos) einläutet. Das Beetle Cabrio, das Ende 2012/Anfang 2013 debütiert, wird vermutlich ebenfalls der Stahl-Klappdach-Version die Käufer wegnehmen. Aber das Geld bleibt ja in der Familie.
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