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VW-Handel: Ringen um neue Zielvereinbarungen

| Autor: Christoph Seyerlein

Weil Volkswagen seinen Partnern im kommenden Jahr die Grundmarge spürbar kürzt, werden Boni für die Händler deutlich wichtiger. Im VW-Netz geht nun die Sorge um, dass so mancher Bonusbaustein aufgrund zu ambitionierter Zielvorgaben kaum zu erreichen sein wird.

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(Bild: Voets Automobilholding)

Die Verhandlungen zwischen VW und seinen Händlern um die Zielvereinbarungen für das Jahr 2020 gestalten sich schwierig. Wie mehrere voneinander unabhängige VW-Partner aus verschiedenen Regionen »kfz-betrieb« bestätigten, beunruhigen die Pläne der Wolfsburger viele Händler. Hintergrund ist vor allem das neue Margensystem, das VW ab dem 1. April 2020 mit Inkrafttreten der künftigen Verträge installiert.

Die geplante Vergütungsregelung mit dem Handel hat zur Folge, dass die Partner wesentlich stärker als bislang auf Bonusbestandteile angewiesen sein werden. Von der bisher maximal möglichen Händlermarge von 17 Prozent macht der Bonus lediglich zwei Prozentpunkte aus. Künftig sind generell höchstens 16 Prozent für Partner drin. Die Grundmarge sinkt von 15 auf zehn Prozent. Die restlichen sechs Prozent müssen sich Händler über Boni verdienen. Ausgenommen von jenem System ist der Vertrieb neuer Elektroautos: Dieser läuft künftig über ein Agenturmodell, die Partner erhalten eine fixe Auslieferungsmarge von sechs Prozent.

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